Einleitung.
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Wissenschaft von der höchsten Maxime desGebrauchs unsrer Vernunft nennen, sofernman unter Maxime das innere Princip der Wahl unterverschiedenen Zwecken versteht.
Denn Philosophie in der letzter» Bedeutung istja die Wissenschaft der Beziehung alles Erkenntnissesund Vernunftgebrauchs auf den Endzweck der mensch,lichen Vernunft dem, als dem obersten, alle andernZwecke subordinirt sind und sich in ihm zur Einheit ver-einigen müssen.
Das Feld der Philosophie in dieser weltbürgerli-chen Bedeutung laßr sich auf folgende Fragen bringen:
1) W<ss kann ich wissen?
2) Was sott ich thun?z) Was darf ich hoffen?4) Was ist der Mensch?
Die erste Frage beantwortet die Metaphysik,die zweyte, dieM 0 ral, die Sritte, dieReligi 0 n, unddie vierte, die Anthr 0 p 0 l 0 gie. Im Grunde konnteman aber alles dieses zur Anthropologie rechnen, weilsich die drey ersten Fragen auf die letzte beziehen.
Der Philosoph muß also bestimmen können
1) die Quellen des menschlichen Wissens,
s) den Umfang des möglichen und nützlichen Gebrauchsalles Wissens, und endlich
z) die Grenzen der Vernunft. ->-
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