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42 Einleitung.
srellung sey? doch immer wiederum durch eineandre Vorstellung erklären.
Alle klare Vorstellungen, auf die sich allein bislogischen Regeln anwenden lassen, können nun unter-schieden werden in Ansehung der Deutlichkeit undUn deut lichte it. Sind wir uns der ganzen Vor-stellung bewußt, nicht aber des Mannigfaltigen, daSin ihr enthalten ist: so ist die Vorstellung undeut-lich. — Zn Erläuterung der Sache zuerst ein Bey-spiel in der Anschauung.
Wir erblicken in der Ferne ein Landhaus. SindWir uns bewußt, daß der angeschaute Gegenstand einHaus ist; so müssen wir nothwendig doch auch eineVorstellung von den verschiedenen Theilen dieses Hau-ses deu Fenstern, Thüren u. s. w. — haben.Denn sähen wir die Theile nicht; so würden wir auchdas Haus selbst nicht sehen. Aber wir sind uns dieserVorstellung von dem Mannigfaltigen seiner Theile nichtbewußt usid unsre Vorstellung von dem gedachten Ge-genstände selbst ist daher eine undeutliche Vorstellung.
Wollen wir ferner ein Beyspiel von Undentlichkeitin Begriffen: so möge der Begriff der Schönheit dazudienen. Ein jeder hat von der Schönheit einen klarenBegriff. Allein es kommen in diesem Begriffe verschie-dene Merkmahle vor; unter andern, daß das Schoneetwas seyn müsse, das i) in die Sinne fallt, und dass) allgemein gefallt. Können wir uns nun das Man-nig.