Einleitung.
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subjecti» «.allgemeinen Wohlgefallens enthalt. Diesesist die Schönheir — das, was den Sinnen in derAnschauung gefällt und eben darum der Gegenstandeines allgemeinen Wohlgefallens seyn kann, weil dieGesetze der Anschauung, allgemeine Gesetze der Sinn»lichkeit sind.
Durch diese Uebereinstimmung mit den allgemei-nen Gesetzen der Sinnlichkeit unterscheidet sich der Artnach das eigentliche, selbst ständi.ge Schöne,dessen Wesen in der bloßen Form besieht, von demAngenehmen, das lediglich in der Empfindungdurch Reiz oder Ruhruilg gefallt/ und um deswillenauch nur der Grund eines bloßen Privat- Wohlgefal-lens seyn kann.
Diese wesentliche ästhetische Vollkommenheit ist eSauch, welche/unter allen mit der logischen Vollkom-menheit sich verträgt, und am besten mit ihr verbin-den läßt.
Von dieser S«ite betrachtet kann also die ästhe-tische Vollkommenheit in Ansehung jenes wesentlichSchonen der logischen Vollkommenheit vortheilhast seyn.In einer andern Rücksicht ist sie ihr aber auch nachthei-lig, so fern wir bey der ästhetischen Vollkommenheitnur auf das außerwesentlich Schöne sehendas Reizendc.oder Rührende, was den Sinnen inder bloßen Empfindung gefällt und nicht auf die bloßeForm, sondern die Materie derKinnlichkeit sich bezieht.
Denn