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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
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Einleitung.

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logische Vollkommenheit die Basis aller uw-a.cn Voll,komimnheiten sey und daher keiner andern gänzlichnachstehen oder aufgeopfert werden dürfe; s) daß manhauptsächlich auf die formale ästhetische Vollkom-menheit sehe die Uebereinstimmung einer Erkennt-niß mit den Gesetzen der Anschauung weil geradehierinn das wesentlich Schone besteht, das mit derlogischen Vollkommenheit sich am besten vereinigenläßt; z) daß man nutRcitz und Rührung, wo-durch ein Erkenntniß auf die Empfindung wirkt und fürdieselbe ein Interesse erhalt, sehr behutsam seyn müsse,w '-'l hierdurch so leicht die Aufmerksamkeit vom Objectauf das Subject kann gezogen werden, woraus dennaugenscheinlich ein sehr nachtheiliger Einfluß auf dielogische Vollkommenheit des Erkenntnisses entstehenmuß.

^^./^e ,,-!, ^Um die wesentlichen Verschiedenheiten, die zwi«

sthen der logischen und der ästhetischen Vollkommenheitdes Erkenntnisses statt finden, nicht bloß im Allgemei-nen, sondern von mehreren besondern Seiten noch kennt-licher zu machen, wollen wir sie beyde unter einandervergleichen in Rücksicht auf die vier Hauptmomente derQuantität, der Qualität, der Relation und der Mo-dalitat, worauf es bey Beurtheilung der Vollkommen,heit des Erkenntnisses ankommt.

Ein Erkenntniß ist vollkommen i) der Quantitätnach, wenn eS allgemein ist; 2) der Qualität nach,

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