Einleitung. 109
weder directe oder indirecte d. h. apogogischeBeweise. — Wenn ich eine Wahrheit aus ihrenGründen beweise: so führe ich einen directen Beweisfür dieselbe; und wenn ich von der Falschheit des Ge-gentheils auf die Wahrheit eines Satzes schließe, einenopogogischen. Soll aber dieser letztere, Gültigkeit ha-ben: so müssen sich die Sätze contradictorischoder d iamerraliter entgegen gesetzt seyn. Dennzwey einander bloß contrair entgegengesetzte Satze(comrsrie.oppoln-,) können beyde falsch seyn. EinBeweis, welcher der Grund mathematischer Gewißheitist, heißt Demonstration und der der Grund philo-sophischer Gewißheit ist, ein acroamati scher Be-weis. Die wesentlichen Stücke eines jeden Beweisesüberhaupt sind die Materie und die Form des-selben ; oder der Beweisg r und und die C 0 Il-se quenz.
Vom Wissen kommt W issenschaft her, wsr-unter der Inbegriff einer Erkenntniß, als System,ju verstehen ist. Sie wird der gemeinen Erkennt-niß entgegen gesetzt, d. i. dem Jmbegriff einer Erkennt-niß, als bloßem Aggreg ate. Das System be-ruht auf einer Idee des Ganzen, welche den Theilenvorangeht; beym gemeinen Erkenntnisse dagegen oderdem bloßen Aggregate von Erkenntnissen gehen dieTheile dem Ganzen vorher. —- Es giebt historischeund Vernunft Wissenschaften.
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