,zc> Einleitung.
muß ihn auch auflosen, das heißt: begreiflich ma-chen , wie der Skrupel entstanden ist. Geschieht die-ses nicht: so wird der Zweifel nur a b g e w i e se n, abernicht aufgehoben,- — der Saame des Zweiftlnsbleibt dÄm immer ne-ch übrig. — In vielen Fallenkönnen wir freylich nicht wissen: ob das Hinderniß desFürwahrhaltcns in uns nur snbjective oder objectiveGründe habe und also den Skrupel nicht heben durchAufdeckung des Scheines; da wir unsere Erkenntnissenicht immer mit dem Object, sondern oft nur unter ein«ander selbst vergleichen können. Es ist daher Beschei-denheit, seine Einwürfe nur als Zweifel vorzutragen.
Cs giebt einen Grundfatz des Zweiftlns, der inder Maxime besteht, Erkenntnisse in der Absicht zu be-handeln, daß man sie ungewiß macht und die Unmög-lichkeit zeigt, znr Gewißheit zu gelangen. Diese Me-thode des Philosophicrens ist die skeptische Denkartvder der S k e> ticis in u s. Sie ist der dogmatischenDenkart oder dem Dogmatismus entgegengesetzt,der ein blindes Vertrauen ist ans das Vermögen derVernunft, ohne Critik sich a xriori durch bloße Begriffezu erweitern, bloß um des scheinbaren Gelingens der-selben.
Beyde Methoden sind, wenn sie allgemein wer-den, fehlerhaft. Denn es giebt viele Kenntnisse, inAnsehung deren wir nicht dogmatisch verfahren kön-nen ; und von der andern Seite vertilgt der Skep.^ - ticism,