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(24.1.1822) 21 [Beilage]
 
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abhängiges, selbst berathendes und beschließendes Korps, eine militärische Korpo-ration , mit eigenen Vorrechren. Einem Souverän in solcher Lage (in der Mah-mud- ll. ist) kann man unmöglich sein Mitleid versagen, und vielleicht ist eine solcheVorstellnng dem Kaiser Alexander nicht vergeblich gemacht worden. (Man mußwohl nach den Vorgängen der neuen türkischen Geschichte an der Möglichkeit derAusfübrung einer so entscheidenden Maaßregel, als die Aufhebung der Janitscha-ren wäre, zweifeln. Kostete doch der bloße Versuch zu einer Reform derselben demweit kraftvollern Selim III. , unterstützt von dem entschlossenen und klugen Groß--«esir Mustapha Baimctar, Thron und Leben.)

Kurzgefaßte Nachrichten.Man versichert in der Altstadt London,die Negierung habe einen Vertrag überdieLieferung von 20,000 Fässer Pulver, welche für dieStation im Mittelmeer bestimmtseyen, abgeschlossen. Vier schöne Strauß- von 5 Fuß Höhe sind in diesen Ta-gen zu London aus Indien angekommen ; sie sollen zu einem Geschenke für den Kö-nig von England nach Brighton gebracht werden. Zwischen dem niederländi-schen Hofe und dem Prinzen Nohan sind, wegen des Besitzes des HerzogthumsBouillon, schon seit einiger Zeit Unterhandlungen angeknüpft. Gegen eine bestän-dige Rente von 5000 fl. an das fürstliche Haus Nohan soll jetzt Bouillon bleibendan die Niederlande kommen. ^___

(Bekanntmachung.) Sonntags den 10. Febr. d. I. Nachmittags 2 Uhr ivird dieSchafweyde der Gemeinde LandenSberg im Wirthshause daselbst, auf 25oSrückScha-fe berechnet, auf ein Jahr an den Meistbietenden salv» rstilicalions versteigert wer-den, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Burgau , den 21. Jan. 1822. Kön.baier. Landg ericht. ___ Gebhard, Landrichter.

(Bekanntmachung.) Die Sommer - Schafweyde von Eppishofen im LandgerichtZusmarshausen wird am Donnerstag den 14. Febr. an die Meistbietenden öffentlich»ersteigert werden. Die Bedingnissen werden vor der Versteigerung den Pachtlieb-habern bekannt gemacht. Auf dieser Schafweyde können 200 Stück unterhalten wer-den. Indem man hievon die Pachtliebhaber in Kenntniß setzt, bemerkt man, daßsich Unbekannte oder Ausländer mir gerichtlichen Vermbgenszeugnissen auszuweisenhaben. Eppis hofen, den 24. Jan. 1822. _ Sebastian Buhl, Ortsvorsteher.

Einige begüterte, in der Nachbarschaft wohnende Bürger sind entschlossen, 82Jau-chert stehendes ärarisches Holz kauflich an sich zu bringen. Zu diesem Zwecke wün-schen dieselbe ein zprozentiges Kapital auf die erste Hypothek von z bis 4000 fl. mitder Bemerkung zu erhalten, daß die Empfanger die Hälfte hievon in kbnigl. 4prozen-tigen Staatspapieren annehmen, einer für alle hasten, und sich dabey gerichtlich ver-bindlich machen, bis Lichtmeß 182z an dem Kapital 2000 fl. und bis Lichtmeß 1824den Ueberrest des Kapitals rückzubezahlen. Näheres ist im Hause des Huckers, HerrnWeinmaier, Lit. D. Nro. 266. im dritten Stock zu erfragen.

Bey Gombart und Comp. dahier hat so eben die Presse verlassen: M. Maurer,6 Augsburger Redout-Deutsche für das Jahr 1822, arr. für daSPianoforte, I.Par-tyie. 48kr. B.Albert, 6Tanze für daSPianoforte. 45fr. F. Küchler, 6neueAnsbacher Walzer und 2Dreher für d->s Pianoforte, II. Parryie. z6kr. C. Kum-»er , z kleine Duetten für 2 Flöten, 0p. z. ifl. i2kr.

In der Buchhandlung des K. N. Bürglen ist zu haben: Supplementenband derZusätze, Berichtigungen und Ergänzungen der vollständigen Geographie des baieri-sche « Kdnigsst aats, von Jacobi. ifl.

Es ist ein Waarenlager von Band-, Leinen-, Wollen - und sonstigen zum Aus-fchnirryandel gehörigen Waarm täglich ans freyer Hand zu verkaufen, und des Nä-hern wegen sich bey dem Kaufmann, Herrn Johami Ludwig Schürer, Lit.D. N0.86.in Augsburg zn erfragen.

Friedrich Hadler, Schlossersgesell von Augsburg, geboren im Jahre 1801, wirdvon ftinem Barer cmfgefoderr, unverzüglich von seinem Aufenthalte Nachricht nachHaus zu ertheile»-. A,,aLbiirg, den -4. Jan. 182s. Georg Hadler, Lodweber.