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2 (1914) Im Zeitalter Kaiser Wilhelms des Siegreichen
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VI. Die Kämpfe um Deutschlands Einigung

befohlene 4. bayerische Division geriet durch Mißverständnisse in die Stel-lung von Poppenhausen , halbwegs Kissingen und Schweiufurt.

Als General v. Goeben daher nach einer Gefechtspause um 2 Uhrnachmittags seine Division, die Brigade Kummer links im ersten, Wrangelrechts im zweiten Treffen weiter führte, gerieten die Höhen nördlich undsüdlich Winkels nach kurzem neuen Gefecht in die Gewalt der Angreifer.Prinz Karl ordnete den Rückzug auf Nüdlingen an. Um 3 ^ Uhr befahlGoeben, nicht über die bis jetzt gewonnenen Höhen hinaus vorzugehen,

da er Nachricht vom Anmärsche bedeutender feindlicher Kräfte erhalten hatte.Nur ein Bataillon folgte den Abziehenden und eroberte noch ein Geschütz.

Inzwischen war die linke Seitendeckung 2 Bataillone und eine halbeEskadron unter Oberst v. d. Goltz bei Friedrichshall ebenfalls aufdie Bayern gestoßen und hatte sich am Flusse in heftigem Feuerkampfeentwickelt. Die Brücke war abgebrochen, die Saale nicht zu überschreiten.Das Gefecht stand still, als die Vorhut der Division Manteuffel beiHausen erschien und nach kurzem Kampfe die Räumung der bayerischenStellung veranlaßte.

Die bayerische Besatzung von Waldaschach gewann im Verein mit einer