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2 (1914) Im Zeitalter Kaiser Wilhelms des Siegreichen
Entstehung
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Colmar Freiherr von der Goltz : Im Zeitalter KaiserWilhelms des Siegreichen.

II. Band der Kriegsgeschichte Deutschlands .Berlin, Georg Bondi , 1914.

In der Einleitung betont der Herr Verfasser, daß es nicht ge-nügte, die großen Kämpfe für Deutschlands Einigung zu schildern,um die kriegsgerichtliche Entwicklung bis zum Schlüsse des Jahr-hunderts richtig beurteilen zu lassen. Der gefährliche Stillstandnach deu Befreiungskriegen habe niederdrückender gewirkt, als esallgemein zum Bewußtsein gekommen sei! die verhängnisvollenFolgen seien nicht eingetreten, die Gefahr, in welcher wir schwebten,sei darum weniger beachtet, als es für den Lehrgang des deut-schen Volkes dienlich erscheine. Der führende Geist, der das Rüst-zeug gebrauchen sollte, habe sich in Banden schlagen lassen, seikleinlich, behutsam und schwnnglos geworden. Die Kämpfe von1848 bis 1830 seien daher sehr ausführlich dargestellt, um derartklarzumachen, wie weit wir vom richtigen Wege abgeirrt waren.Der Herr Verfasser weist im Vergleich hierzu, ans die TatenKönig Wilhelms I. und seiner Palladinc hin, um begreiflich zumachen, wie nahe wir vorher dem Abgrunde waren; er macht aufdas Lehrreiche in den Schicksalen Preußen-Deutschlands aus derZeit nach den Befreiungskriegen aufmerksam und hofft, daß diein diesen Vorgängen liegende Warnung für alle Zeit dem deutschenBaterlande unvergessen bleibt.

Auf 624 Seiten wird in großzügiger Weise eine mustergültigeSchilderung der Ereignisse geboten, welche in ihrer prägnantenAusdrucksweise das Interesse des Lesers dauernd in Anspruchnimmt. Welch Summe von Arbeit und Konzentration in demGegebenen enthalten-ist, wird im Hinblick darauf begreiflich, daßz. B. der Inhalt der beiden Gcneralstabswcrke über die Feldzügc1866 und 1870/71 (729 bczw. 3041 Seiten, ohne die umfangreichenAnlagen) hier auf 112 bezw. 212 Seiten zusammengefaßt ist, wobeidie leitenden Gesichtspunkte für Verständnis und Studium in voll-endeter Weise hervorgehoben sind.

Besonders sei auch auf die KapitelArmecreform",DasDeutsche Reich und seine Wehrmacht" sowie dieSchlußbetrach-tungcn" hingewiesen.

Mit Lapidarschrift ist eine Kristallisation der Ansichten der Kon-sliktszeit sowie des Jdecngangcs der Hecresorganisation nieder-geschrieben; klar, einleuchtend, sür die Allgemeinheit mehr als ge-nügend, nur für den, der sich näher mit dem Einzelstudium be-fassen will, das Quellenstudium erfordernd.

Die Schlägworte betreffs Entwicklung der deutschen Hccrcsmachtbilden in ihrer klassischen Einfachheit einen Anhalt für das Ge-dächtnis, wie solcher besser Wohl kaum zu geben ist. Eindringlichwird zu Gemüte geführt:Ein großer Staat besteht nur durchsich selbst und aus eigener Kraft; er erfüllt den Zweck seines Da-seins nur, wenn er entschlossen und gerüstet ist, sein Dasein, seineFreiheit und sein Recht zu behaupten; ein Land wehrlos zu lassen,wäre das größte Verbrechen einer Regierung."

Die Notwendigkeit der großen Hccrcsvcrmchruttg von 1913 undder Hinweis, daß der ewige Friede ein Traum sei, sowie die er-freuliche und tröstliche Erscheinung der modernen Jugendbewegungbilden den Schluß. Möge unser Nachwuchs stets die Worte be-herzigen:Wir werden die Gefahren niemals scheuen, unter denenwir ehemals groß geworden sind."

Das vorliegende Werk ist im wahrsten Sinne ein Volksbuchund sollte in keiner Bücherei fehlen, eignet es sich doch nicht nurzur Lektüre des Fachmannes und Historikers, sondern bringt es dochauch weiicrcn Kreisen unserer gebildeten Stände in kurzer, Präg-nanter Darstellung den Werdegang unseres Volkes in Waffen; esempfiehlt sich aus diesem Grunde auch besonders als Geschenkwcrk,sowohl sür die alten Kriegsteilnehmer als auch für die heran-wachsende Jugend, insbesondere wieder für diejenigen, welche sichdem Militärbcrnf zu widmcu beabsichtigen. Es ist wirklich einBuch des Volkes der Denker und des Volkes in Waffen.

.(Zönsrallsutllkmt S. D. Imkoll,

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