Gebild ist, das denkbarer Weise durch ein anderes ersetzt werdenkann. Dem gegenüber mag man dann wohl darauf bestehen, dassfür den Zeitraum, welchen wir als unsere Vergangenheit, Gegenwartund absehbare Zukunft kennen, die Thatsache des Tauschverkehresneben der Produktion und Konsumtion feststehe; es wäre aber dochverfehlt, wollte man jenem Einwand dadurch seine Spitze abbrechen,dass man für das Geld unter Vorweis seines Tauschmitteldienstesdon Charakter des Produktionsmittels in demjenigen Sinne diesesWortes beansprucht, in welchem allgemein von Roh- und Ililfs-stolfen, Maschinen und Handwerkzeug u. s. w. als Produktions-mitteln gesprochen wird.
Es ist hier vielmehr davon auszugehen, dass die „politischeÖkonomie“ als die Wissenschaft vom vergesellschafteten und recht-lich geordneten Wirtschaftsleben der Menschen nicht zwei sonderndrei größte Kreise von Forschungsobjekten zu unterscheiden hat: dieProduktion, die Verteilung und die Konsumtion (d. h. die „Ge-nuss“-Konsumtion) der wirtschaftlichen Güter. Indem wir in be-kanntem Satze Produktions- und Genussmittel gegenüberstellen, wirddas Geldgut als solches und ganz generell von beiden Arten zu son-dern und als ein Güterverteilungsmittel zu rubrizieren sein.Die weitere Bekräftigung für diese, die eigenartige Nutzwirkung desGeldgebrauches markierende Einteilung wird sich aus den weiterenErörterungen ergeben.
So mag denn auch einstweilen nur in aller Kürze noch bei-spielsweise angezeigt werden, dass wenn die Einteilung aller wirt-schaftlichen Güter in „verbrauchbare und nicht verbrauch-bare“ Güter vorgewiesen und dann das Geld den „verbrauchbaren“Gütern zugeschioden wird, alsbald auch hinzugefügt werden muss,dass „Verbrauch“ bezüglich der Geldstücke etwas (ganz) Anderesbedeute als bezüglich der Nahrungsmittel, Getränke u. s. w., näm-lich nur, dass das Geldstück von seinem dermaligen Eigentümer indas Eigentum eines Anderen übertragen werde, wo es dann ebenso-wohl wie vorher, d. h. unverbraucht, fortbesteht!
Nachdem durch die vorstehenden Ausführungen im Allgemeinendarzulegen war, wie ein als wirtschaftliches Gut vorfmdlicher Gegen-stand dadurch zum „Geld“ wird, dass er zu den in der Wirtschaft-