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Das Geld : Darlegung der Grundlehren von dem Gelde, insbesondere der wirtschaftlichen und der rechtsgiltigen Functionen des Geldes, mit einer Erörterung über das Kapital und die Übertragung der Nutzungen / von Karl Knies
Entstehung
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produzierte Produktionsmittel aufgeführt: A. Bodenmeliorationen;B. Bauwerke; C. Werkzeuge, Maschinen und Geräte; D. Arbeits-und Nutztiere; E. Verwandlungsstoffe (entweder Haupt- oder Neben-stoffe); F. Hilfsstoffe; G. Unterhaltsmittel für die Produzenten wäh-rend der Produktion; II. Handelsvorräte; J.Gold als vornehm-stes Werkzeug jedes Verkehres. Offenbar ist aber doch dieKennzeichnung einer Güterklasse als Werkzeugfür den Ver-kehr von entschieden anderer Art, als die für die übrigen Güter-klassen gemeinsame, dass sie Produkte seien, welche fürfernereProduktion aufbewahrt sind. Ein Kauf-Verkauf ist für sichdoch eben kein Akt der Güterproduktion, sondern der (interperso-nalen) Güter-Übertragung. Auch der Vorweis von Zusammenhängenzwischen Produktion und Verkehr lässt die Frage zurück, ob nichtdas Sonderartige in demWerkzeug für den Verkehr zu bedeutsamist, als dass letzteres mit allen jenen Gütergruppen A bis II in dieeine, gleiche Abteilung derProduktionsmittel zusammengestelltwerden dürfte; sehr bedeutsame Zusammenhänge finden sich ja auchzwischen Produktion und Konsumtion! Der Leser darf hier freilicheine Wahrnehmung bezüglich des Geldes als des volkswirtschaft-lichenWerkzeuges für den Verkehr nicht verwechseln mit einemVorkommnis des Geld-Besitzes in dieser oder jener besonderenHaushaltsführung. Immerhin lässt sich auch für das letztere fest-stellen, dass der Einzelne als Geldbesitzer in seinen Geldstückenein Mittel besitzt, nur um Güter zu bekommen, die bereits vonAnderen produziert sind, und dass das an einen Andern weg-gegebene Geld ohne jegliche Einwirkung auf Das ist, was mit denfür es empfangenen Gütern weiterhin gemacht wird. Um so mehrkann es zunächst als empfohlen erscheinen, an die Stelle jenerZweiteilung Produktionsmittel und Genussmittel zur Einglie-derung auch des Geldes die Dreiteilung treten zu lassen in Produk-tions-, Genuss- und Tausch-Mittel.

Hier ist dann freilich einzuwenden, dass Produktions- und Kon-sumtionsgüter unter allen Umständen und für jede Art von Organi-sation des menschlichen Wirtschaftslebens gegenüberzustellen seinwerden, während der Gebrauch eines Geldgutes für Tauschverkehrund sogar der Tauschverkehr an und für sich ein geschichtliches