gegenwärtig zur Universität gehörende Gelehrte, ver-mag ich einen Anspruch auf Aufnahme in dieseswissenschaftliche Olymp nicht zu erheben. Wenn alsomeine Verdienste um die Wissenschaft mir den Zutrittzu der ehrenvollen Stellung eines Mitgliedes IhrerHochschule nicht eröffnet haben, so muß ich denGrund auf anderen Gebieten suchen. Ich gehe wohlnicht fehl in der Annahme, daß Sie, meine Herren, mirdie hohe Auszeichnung eines D. C. L. in der Absichtgewährten, mich dadurch in meinem Bestreben, eng-lischem Wesen und englischem Wissen näherzutreten,zu ermutigen und auch, um Ihrer Zustimmung zumeiner bisherigen politischen Tätigkeit Ausdruck zugeben. Sie haben aber vor allem, meine ich, damitsagen wollen, daß diejenige Gemeinschaft, die dieseberühmte Hochschule seit Jahrhunderten mit derdeutschen Wissenschaft unterhält, indem sie deutschesGeistesleben hier pflegt und fördert, wie uns HerrProfessor Fiedler an Hand seines reichhaltigen Ma-terials auseinandergesetzt hat, daß diese uralten undstets wieder erneuten geistigen Bande den Wunscherzeugt haben, dem politischen Vertreter des Deut-schen Reiches in England eine seltene und fremdenDiplomaten nur in Ausnahmefällen gewährte Ehrungzu erweisen. Ich darf wohl sagen, daß die Freude, dieich bei der Nachricht empfand, als ich erfuhr, daß mirvon nun an das Recht zustehen würde, mich als Ehren-doktor der Universität Oxford zu betrachten, ichmöchte sagen, daß der Stolz über diese Auszeichnungnur durch ein einziges anderes Gefühl übertroffenwerden konnte, und das war die Befriedigung überdiesen erhebenden Beweis Ihrer warmen Sympathiefür das Deutschtum und für mein deutsches Vaterland.
Herr Professor Fiedler hat in seiner so inhalts-reichen Rede hervorgehoben, daß sowohl Kaiser