andrer Seite jetzt schon klar zu machen. Wegen deranscheinend von allen Seiten gewünschten AutonomieAlbaniens erschiene es nicht möglich, dies Land durchserbisches Territorium in zwei Teile zu zerschneiden,wohl aber glaubten wir eine Verständigung auf etwafolgender Basis möglich:
Es wäre gut, wenn Österreich die Konzessionen,die es an Serbien für möglich hält, möglichst ein-gehend präzisierte und den Mächten mitteilte, daß beiden Verhandlungen, die bei Friedensschluß zu er-warten snd, eine feste Basis vorliegt.
Wir denken uns nach dem, was wir bisher ausWien erfahren, als Basis einer Verständigung mitSerbien Gewährung einer sicheren Schienenverbin-dung, die von albanesischer Territorialhoheit in ge-wissen Grenzen unabhängig zu einem dem serbischenExport garantierten Adriahafen ohne serbischen eigent-lichen Territorialerwerb führt, gesicherter Transit fürSerbien auf bosnischen Bahnen und gesicherter Tran-sit für Österreich nach Saloniki sowohl auf ser-bischen Bahnen als auf eventuell zu erbauender Sand-schakbahn. Rußland habe Wünsche, so viel wir wüß-ten, bezüglich Konstantinopels und Adrianopels, so-wie des Berges Athos.
Es würde nun nützlich sein, alle diese Wünschegenau zu präzisieren und sich zum voraus über einvon allen Großmächten zu unterstützendes Programmnoch vor Beginn der Verhandlungen mit den Balkan-staaten zu einigen.
Damit würde auch der Asquithschen Idee ent-sprochen, keine einzelnen Fragen zuvor herauszugrei-fen, Österreich habe dies Serbien gegenüber befolgt,und wir nehmen an, daß dies auch seitens Rußlands Bulgarien gegenüber geschehe.
Falls Sir E. Grey diesem Gedankengang zustimmt,
18 *
275