Kriegsmunition.'’ Auch hier hatte ein russischer Vor-
schlag als Grundlage gedient, und wurde Graf Ben-ckendorff gebeten, bei seiner Regierung über die Ein-zelheiten die Ausarbeitung eines Projekts anzuregen.
Geheimhaltung vereinbart, kein Protokoll. DenVorsitz wird Sir E. Grey persönlich weiterführen.
Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT
T’irrie mir Sir E. Grey soeben mitteilt, sollen unsereWBesprechungen Freitag abend geschlosen wer-den, und hofft derselbe, bis dahin das bisher vorlie-gende Material zu erledigen. Am Sonnabend beab-sichtigt der Minister gleich den meisten übrigen Mit-gliedern des Kabinetts einen zehntägigen Urlaub an-zutreten und erst am 30., am Tage der Wiedereröff-nung des Parlaments, hier einzutreffen. Nötigenfallssollen unsere Sitzungen danach wieder aufgenommen
werden.
Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT
.L'Nowakowitsch war eben bei mir und fragte mich,ob ich glaubte, ihm raten zu sollen, die Erledigungder serbischen Wünsche hinsichtlich der Adria denMächten vertrauensvoll zu überlassen und diesenPunkt aus den Friedensverhandlungen auszuschalten.Ich bestärkte ihn in dieser Auffassung und sagte ihm,die Mächte seien Serbien gegenüber von freundschaft-lichen Gesinnungen erfüllt und würden gewiß den ser-bischen Wünschen um so mehr Rechnung tragen, jeentgegenkommender und ruhiger die Haltung der ser-