Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
337
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habe feststellen können, wären alle Mächte letztererabgeneigt und wünschten mit ihm strenge Zurück-haltung und örtliche Beschränkung. Es würde ihmdaher lieb sein, von uns in dieser Richtung bestimmteZusicherungen zu erhalten, und er bitte uns daher,unsere Regierungen um entsprechende Ermächtigungzu ersuchen. Ich erklärte sofort, daß dies vollkommenden Ansichten der Kaiserlichen Regierung entspräche.

Lichnowsky.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT , London , 17. 7. 1913

S ir E. Grey hat GrafMensdorff kommen lassen inder Hoffnung, zwischen Rußland und Österreich-Ungarn eine Verständigung über die Friedensbedingun-gen der Balkanstaaten herbeizuführen. Die russischenAnsichten sind ihm bekannt, und er hat Grund zurAnnahme, daß zwischen ihnen und Wiener Auffassungkein allzu großer Gegensatz besteht. Er hofft, daß,wenn beide Regierungen einig sind, die Kriegführendensich fügen und Frieden schließen werden.

Lichnowsky.

22 Lichnowsky I

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