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in der Lage, dem Wunsche Eurer Exzellenz zu entsprechen undeine bestimmte Erklärung über die Absichten der kaiserlichen Re-gierung im Hinblick auf Belgien und auf die von uns gewünsch-ten Garantien zu entsprechen, so liegt der Grund hierfür keines-wegs darin, daß die kaiserliche Regierung grundsätzlich der Ab-gabe einer solchen Erklärung abgeneigt wäre oder ihre entschei-dende Wichtigkeit für die Frage des Friedens unterschätze oderglaubte, ihre Absichten und die ihr unumgänglich nötig scheinen-den Garantien könnten ein unübersteigliches Hindernis für dieSache des Friedens bilden, sondern lediglich darin, daß ihrgewisse Vorbedingungen, die eine unbedingte Voraussetzung fürdie Abgabe einer derartigen Erklärung bilden, noch nicht genü-gend geklärt zu sein scheinen.
Hierüber Klarheit zu gewinnen, wird das Bestreben der kai-serlichen Regierung sein, und sie hofft — falls die Umstände ihrVorhaben begünstigen — in nicht allzu ferner Ze-it in der Lagezu sein, Euere Exzellenz über die Absichten und nötigen Forde-rungen der kaiserlichen Regierung, insbesondere inbezug auf Belgien , genauer unterichten zukönnen.
Ich darf schon jetzt der uns beseelenden Hoff-nung Ausdruck geben, daß das große UnternehmenSeiner Heiligkeit des Papstes den Völkern nach so vielen Schreck-nissen dieses beispiellosen Kampfes die Segnu ngen desFriedens wieder zu schenken, von vollem Er-folg gekrönt sein möge.
In ausgezeichneter Hochachtung habe ich die Ehre zu ver-harren als
Euerer Exzellenz ergebenstergez. Michaelis.
Seiner Exzellenzdem Apostolischen Nuntius Erzbischof von SarÄiMsgr. Eugen Pacelli
München.