Der einleitende Abschnitt des Krieges, die Periode der Mobil-machung, geht ihrem Ende zu. Freund und Feind hatte in dieserPeriode Gelegenheit sich zu überzeugen, dass Deutschland nichtnur militärisch für den Krieg auf das exakteste vorbereitet |undorganisiert war, sondern sich auch finanziell und wirtschaftlich dengewaltigen Anforderungen der Zeit besser gewachsen gezeigt hat,als irgendein anderes Land. Einige schlagende Tatsachen sollendies ins Licht setzen.
Sehon in der Woche vor der Entscheidung über Krieg undFrieden haben die Kriegsbefürchtungen den wirtschaftlichen undfinanziellen Organismus, nicht nur der unmittelbar beteiligten, son-dern auch der neutralen Länder einer schweren Kraftprobe unter-worfen. Alles drängte nach barem Geld: die Börsen wurden mit einerFlut von Verkaufsaufträgen überschüttet, die Banken wurden mitWechseleinreichungen und Zurückziehungen von Guthaben be-stürmt. Das Mass an Widerstandskraft, das die einzelnen Länderdieser plötzlichen Erschütterung der Fundamente ihres wirtschaft-lichen Aufbaues gegenüberstellen konnten, lässt sich aus der Wir-kung der Kriegspanik auf die Börsen und das Bankwesen erkennen.
Die Verheerungen in den Börsenkursen waren an allen Plätzenbis hinüber nach Amerika ganz gewaltige. Auch die deutschenMärkte haben schwer gelitten; aber ungleich stärker als bei unswar der Zusammenbruch und ungleich schwächer die Widerstands-fähigkeit, in England und Frankreich , obwohl diese beiden Ländersich auf einen älteren Reichtum stützen konnten als wir, undobwohl gerade in diesen Ländern bis in die letzte Zeit hinein