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im Innern das Durchhalten zu erleichtern, dass noch grössereMittel als bisher aufgewendet werden müssen, um gegenwärtigeNot zu lindern, um drohendem Elend vorzubeugen und um Schadenfür die Zukunft unseres Volkes abzuwehren. Ich möchte hierausdrücklich wiederholen, was der Herr Berichterstatter aus denVerhandlungen der Budgetkommission bereits mitgeteilt hat, dassnämlich die verbündeten Regierungen sich diesen Aufgaben, soschwer sie sind, nicht entziehen werden. Ich wiederhole ins-besondere, dass die Reichsfinanzverwaltung, einer in der Budget-kommission gegebenen Anregung entsprechend, aus dem neuenKredit einen Betrag von 200 Millionen Mark bereitstellen wird,um den Fonds zu verstärken, der im Dezember vorigen Jahresgeschaffen worden ist zur Unterstützung von Gemeinden und Ge-meindeverbänden auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspflege, na-meindeverbänden auf dem Gebiete der Kriegswohlfahrtspflege, na-mentlich auf dem Gebiete der Familienunterstützung und der Er-
Meine Herren, so schwer die materiellen Opfer sind, die dasdeutsche Volk, neben den noch grösseren und schwereren, indiesem Kriege bisher gebracht hat und weiter bringen wird: jederDeutsche wusste von Anfang an, warum wir diese Opfer bringen,und jeder Deutsche weiss heute, dass diese Opfer nicht umsonstgebracht werden. Ich brauche deshalb, wie ich schon eingangssagte, nicht viele Worte zu machen, um die Kreditvorlage, dieIhnen vorliegt, zu begründen. Ihre durchschlagende Begründungist — der Herr Berichterstatter hat das bereits hervorgehoben —der einmütige Wille des deutschen Volkes, den uns aufgezwungenenKrieg bis zum siegreichen Ende durchzuhalten, bis zu einemFrieden, den wir vor uns selbst, den wir vor Kindern und Enkelnverantworten können.
Aber, meine Herren, so weit sind wir heute noch nicht. Nochwollen unsere Feinde nicht zugestehen, dass ihr Frevelmut sichübernommen hat, als er sich vermass, uns mit Ueberzahl undWaffengewalt niederzuzwingen; noch wiegen sie sich in dem Selbst-betrug, dass es ihnen gelingen könnte, uns durch Ermüdung undErschöpfung niederzuzwingen; noch sträuben sie sich, obwohlschwei - getroffen, gegen den Gedanken, dass ihre Sache verspieltist, dass die vernünftige Abwägung aller Aussichten sie zwingen