arbeit, dazu gehört die eiserne Erziehung zu Pflicht und Disziplin,dazu gehört das in tausendjähriger Geschichte zu Stahl zusam-mengeschweisste Volkstum.
Darum mögen sie uns Vernichtung und Zerstückelung ansagen;an diesem stahlharten deutschen Volkstum wird ihre Zahl und' Macht, ihr Geld und ihre Tücke zerschellen. Wir tragen den Siegin uns. Wir fühlen die Verheissung des Sieges doppelt stark indiesen Tagen, wo unter den Donnerschlägen unserer festungs-bezwingenden Geschütze Schwankendes Gestalt gewinnt, wo jederdas Herannahen grosser Entscheidungen spürt, wo der Flügel-schlag der Weltgeschichte, des Weltenschicksals in der kleinstenHütte hörbar wird. Wir wissen in diesen Tagen Heer und Volkdurchdrungen von dem Bewusstsein, dass es abermals gilt, alleKraft einzusetzen; wir wissen, dass es in jedem Deutschen zuckt,mit Hand anzulegen bei der grossen Entscheidung, draussen inder Feldschlacht und im Festungskrieg, daheim im wirtschaft-lichen und im finanziellen Ringen. Deshalb, meine Herren, ver-traue ich: der Kredit, den Sie jetzt bewilligen werden, wird vomganzen Volke durch die Beteiligung an der neuen Kriegsanleihegutgeheissen. Keiner wird sich ausschliessen. Grosse und Kleinewerden ihre Pflicht tun. Die Daheimgebliebenen werden aber-mals den kämpfenden Brüdern draussen ihren Dank abstatten undund sich ihrer würdig erweisen. Die Daheimgebliebenen werdendazu beitragen, mit einem neuen durchschlagenden Erfolge unsnäher zu bringen an Sieg und Frieden, an den deutschen Frieden,der uns die Vollendung des Werkes von 1812 und 1870 sein wird,an den Frieden, der uns und unseren Verbündeten dauerndeSicherheit vor Begehrlichkeit und Ueberfall gewährleistet, an einenFrieden, der unsere Gegner aus dem Fluch irregeführter Leiden-schaft und künstlich gezüchteter Wahnidee zur Selbstbesinnungzurückleitet, der den blutenden Völkern die Ruhe und Entwick-lungsfreiheit bringt, deren unser Erdteil bedarf, um in der Weltseinen Platz zu behalten und seine Mission zu erfüllen.
Hei Her ich, Reden und Aulsätze.
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