— 215 —
i Milliarden 500 Millionen zu Einzahlungen auf die ersten dreiKriegsanleihen verwendet worden, d. h. die gesamte Zeichnungder Sparkasseneinleger von 41/2 Milliarden Mark ist aus den Zu-gängen der beiden Jahre 1914 und 1915 gedeckt und beglichenworden. Inzwischen hat der Januar 1916 allein einen neuen Zugangvon 440 Millionen Mark gebracht. Unsere Sparkasseneinlagen stehenalso heute, im zwanzigsten Kriegsmonat, und nachdem 4y 2 Mil-liarden Mark Einzahlungen auf die Kriegsanleihen geleistet wordensind, und mehr als 500 Millionen Mark besser als zu Anfang desJahres 1914. Was hier zutage tritt, ist nicht die Kapitalbildungder grossen Unternehmer, das sind die Ersparnisse der kleinenLeute, die trotz Krieg und Kriegsnot sich zu so gewaltigen Summenfortgesetzt zusammenballen.
Das gibt Uns das Vertrauen, dass es gelingen wird, auchdie vierte Kriegsanleihe zur Volksanleihe im wahren Sinne desWortes zu machen und sie als Volksanleihe zu einem neuenErfolge zu führen, der Freund und Feind beweist, dass unserefinanzielle Kraft ebensowenig gebrochen ist und gebrochen werdenkann wie der Kampfesmut unserer Truppen im Felde. UnsereFeinde, die ihre Hoffnung auf den Erschöpfungskrieg gesetzt haben,fangen an, allmählich und langsam das zu begreifen.
Vor wenigen Wochen hat Lord Crewe im britischen Ober-hause öffentlich ausgesprochen:
Wenn diejenigen, die glauben, dass wir den Krieg durchErschöpfung gewinnen können, damit meinen, dass wir in derLage sind, auf unbeschränkte Zeit durchzuhalten, ohne alles, waswir haben, daran zu setzen, so halte ich das für einen höchstgefährlichen Irrtum.
Meine Herren, weil den Feinden die Erkenntnis dämmert,wie es mit den Aussichten des Erschöpfungskrieges steht, deshalbbeobachten sie diesmal mit einer ganz besonderen Aufmerksam-keit den Gang Unserer neuen Anleiheemission. Unsere Feindewissen, was es heisst, wenn uns der vierte Schlag gelingt, eheder stärkste von ihnen, ehe England zum dritten Schlage auszu-holen vermag. Ausserstande, uns gleichzukommen, arbeiten siedieses Mal mit allen Mtiteln, um unseren Erfolg zu vereiteln.