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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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K. SCHORBACH

die yen ge- || boret zuhandeln, da by fal is bliben. Eg fal auch || niemantvndir den, diezurade gent, fie fint von den || alten odir von der gemeine, (ich befunder an einchen ||ßeden beraden odir befprechen, funder was der vorgejchreben || gemeine vnuerdeilt ratzuhandeln hat, darumb follent || fie fich off dem rathufe gemeinlichen beraden vnd || be-fprechen ongeuerlich. Eg follent auch nu fürbaffer || (Bl. 55 b ) me affter dis jars zuewigen dagen nit me dan drij bur- || germeiftere vnd drij rechenmeißere fin, alfo dasdie von der || gemeinde zwene burgermeißere vnd zwene redienmeiftere || haben vnddie von den alten einen burgermeißer vnd einen || rechenmeißer, audi alle jare von demrade gemeinlichen || odir dem merer deil gekorne follent werden off den || eydt; vndfollent auch drij fluffele ßn zu der ßat || ßgele, damit man der ftat mifßuen pleget zuuer-ßgeln, || der iglicher burgermeißer einen haben fal. So follent || ßn drij fluffele zu demgroffenvnd alten ingeßgel || vnd zu der ftat friheit: derfelben flüffel einen der || burger-meißer von den alten haben fal, fo follent || die burgermeiftere vnd ratfherren ug dergemeinde || den andern flüffel han, fo follent auch die gemeinde || gemeinlich ug denzünfften, bürgern zu Mencze, || den dritten flüffel haben. Defglichen follent auch || diedrij rechenmeißere drij flüffele zu dem gewelbe, || darin der ftadt regifter vnd gelt ge-halden wirdet, || haben mit namen ir iglicher einen. Eg fal auch || der rat gemeinlichenzu ewigen dagen alle jare || zwene buwemeiftere vnd wergkmeiftere off ir eyde vnd || erekiefen, einen ug den von den alden vnd einen ug || den von der gemeinde. Soß alleandere ampt || in dem rade follent von dem rade gemeinlichen || off die eyde vnd ereodir dem merer deil des rades ge- || körne werden, alfo das keine deil einch befunderfortel || odir vorgabe daran habe. Audi follent die, die in || den rat gekorne werdent,folichen gewonlichen eydt || dun, als bifher gehalden vnd gefworen ift, angeuerde. ||(Bl. 56 a ) Fürbaffer ift gerette: fo der rait ßczet, fo fal off yeder || fijten vnd bangk, dadie von den alden plegen zu ßczen, || der eldeß von den alten anßczen vnd darnach derel- || deß von der gemeinde, vnd alfo die bangk furtter ug || hien ye einer von der ge-meinde vnd darnach einer || von den alten, alfo das von beiden ßjten vnd bencken || derfefg nach dem alder von den jaren vnd doch nach || vorgefchreben vnderfcheit gehaltenvnd geordent werden || fal.

Me gerette: wanne is ßch geboren wirdet, || das des rades fründe inwendig odirufwendig Mencze || gejchickt werdent, wilch dan vndir yen der rat be- || feiet, das wortzudun, der fal is dun nach der andern || rade. Eg follent auch die ratfherren, fo ße inder || ßat geßheffte ßnt, nach dem alter der jaren gene || vnd ftene. Auch follent diebürgere von den alten || geflechten bliben by iren münczrechten vnd gaden, gnaden ||vnd friheiden, fo ße von vns, vnfern vorfaren, ercz- || bifchofe von dem ftifft zu Menczehant, vnd vnuerdrengt || vnd vngeirret 42 von den bürgern vnd byfeffen || der ftadt zuMencze, vnd follent burgermeiftere vnd || rat zu Mencze ße da by vor gewalt fchirmen,ane || alles geuerde. Auch fal ein fry zog ßn ug vnd in || der ftadt Mencze, eyme als demandern, vnd were || einche gebott darwidder, das fal abe ßn. Eg follent || auch die burger-meißere ug der gemeinde vnd die || bürgere ug den zünfften von der gemeinde der fte-de || porten, thorne, muren, graben vnd flüffel darzu gehörig || inhaben, die begehen vndverwaren der ßat zu || dem beften, als von alter her kommen ift, vngeuerlichen. ||

(Bl. 56 b ). Was da auch gefellet ug graben, almende odir andere || der ßadt rentten,das fal in der ßat gemeine rech- || enunge genczlichen fallen vngeuerlichen. Auch ||