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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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141
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DIE URKUNDLICHEN NACHRICHTEN ÜBER JOHANN GUTENBERG .

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gerette, das die bürgere von den alten [vnd] 43 ire erben zu || ewigen dagen nicht plichtigfin follent noch gedrungen || werden zünfftig zuwerden, fie wollen is dan mit willen ||gerne dun.

Vnd wan 44 nu die von den alten etlicher |j ire fründe mit namen: Herman Furßenberg,wie wole || der inlendig i(t, vnd auch Hennen Hirczen, Henchin zu || Gudenberg,Ort Rudolffs felgen fone zur Eych, || Heincz Reyfe, die yczunt nit inlendig fint, PeterGenfe- || fleifch, die by den alden zu dirre zijt nit geweft fint, || nit mechtig fint, ift ge-rette: wereß, das derfelben || einer odir mee odir fie alle in difer füne vnd rach-||tunge fin vnd fleh der gebrachen wolt, wan der odir || die des gefynnen odir begerten,in difer fiine vnde || rachtunge zu fin, den odir die folten die burgermeiftere || vnd ratvnd bürgere gemeinlich der (ladt Mencze || in dife füne nemen vnd kommen laßen, fichder zubruchen, || als die andern, angeuerde: alfo das der odir diefelben || des ir offenverfigelten briefe dem rade geben vor || fleh vnd ire erben, dife füne vnd rachtunge zu-halden. || Wereß auch, [das] 45 derfelben einer obgenant odir me fich obir || lang odirübir kurcz Widder die gemeine ftat dife || (une vnd rachtunge andreflfende feezte, tedeodir vnder- || (lünde zudun, da enfollent die andern von den alden, || die in difer fünefin, denfelben nit zulegelich beholffen || odir beraden fin in dheine wife, noch mit Wortenodir || wercken angeuerde. Auch ift Jorge Genfefleifch || von beiden obgenanten parthienin difer füne vnd || (Bl. 57 a ) rachtunge ußgenommen.

Vnd heroflf fo follent beide parthien || gütlichen vnd fruntlichen gerächt vnd ein vorder andern || zu ewigen zijden libes vnd gutes ficher fin: doch das der || vorgefchrebeneynmüdige rait fal vnd mag alle freuele vnd || miffedat der burger vnd ander by yen(Iraffen vnde || büßen nach lüde vnd ußwifunge des raits vnd der von || Mencze fride-buch, alfo das die {traffunge glich befchee, || is fij in dem rade odir ußwendig des rades,beide von || den alten odir der gemeinde, rijeh vnd arme, niemant || ußgeßheiden. Vndfal fie niemants darin hindern odir || irren, doch alfo, das die andern, die folichen freuelnit || gedane hetten, des nit engelten odir darumb verarg- || willigen follent werdenangeuerde.

Auch fal der rat || kein groß fchult odir ußfart nit dun noch machen || odir auch keinverbünttenifß mit herren odir (leden || angene, fij dan mit wiffen vnd verhengnifßder ganczen || gemeinde, beide von den alten vnd auch von der gemeynde || von denzünfften, bürgern zu Mencze, odir iren fründen, || bürgern zu Mencze, den ein gemeindealfdann macht || geben würde, folichs mit dem rade zu beflieffen. Vnd || wann die vor-gefchreben füne vnd rachtunge mit vnfer || beider parthien gutem willen vnd wiffengefcheen ift, || dauon fo han wir demüdicklich vnd flijßlich gebeten || vnd bitten in krafftdiß brieffs den erwirdigen in || got vatter vnd herren, hern Cunrat, erczbifchoff zu ||Mencze obgenant, vnfern gnedigen jieben herren, vnde || darzu die wirdigen herren descapittels zum dume || zu Mencze vnd auch die erfamen wifen burger- || meiftere vnd ratder dryer (tede Wormfß, Spijer || vnd Franckenfort, das fie ire ingefigel an difen briefF ||(Bl. 57 b ) hant dun hencken, vns vnd vnfere erben vnd nachkomen || aller vürgefchrebenftücke zu befagende.

Dann wir obgefchreben || beide parthien gerett vnd globet han, redden vnd globen ||auch in krafft dis brieffs in guten trüwen an eins rechten || eydes ftat, dife vorgefchrebenfüne vnd rachtunge in allen || iren puntten vnd artickeln (tede, fe(te vnd vnuerbroch-