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W. VELKE
haben des zu merer ßcherheit unfers capittels inngefiegel by des obgnanten unfers gnedigenhern ingefiegel auch an diefen brieff gehangen, der geben iß zu Menntj am frittage nach fantPauls dag converßonis anno domini millefimo quadringentefimo feptuageßmo primo.
Am Rande des — fpäter beim Einbinden zugefchnittenen — Blattes [teilt von einer nicht viel jüngerenHand die Bemerkung gefchrieben: by bifchoff
abegetan
tricht inhalt
andern verfchr(ibung).
(Kgl. Kreisarchiv Würzburg: Mainzer Ingroflaturbuch No. 32, fol. 188—189).
Audi die kurze Beßätigungsurkunde Humerys fei der Vollßändigkeit wegen hier bei-gefügt:
Quitantz doctor Humery. I* Conradt Humery.doctor inn gewichen rechten
bekennen unnd thun kunt uffintlich mit diefem brieffvor mich und alle myn erben, als ich inn des wolgeborn hern, hern Diethers von Ifem-burg, graven zu Buddingen, myns gnedigen hern dinße geweß bin und inn veheden,darinn der hochwirdigße inn got vater furfte und herr, herrAdolff, erljbifchoff zu Menntjetc. und kurfurft, myn gnediger lieber herre, mitdemfelben mynem gnedigen herrnvonIfemburg geftanden ift, etliche verlufte, coften, zerunge und fchaden gnomen habe, dazder gnant myn gnediger herre von Menntj mit mir darumb uff hüte datum dieß brieffsgütlich uberkomen iß umb alle und iglich dinßgelt, geluhen gelt, verluß, coße, zerungeund ßhaden, nichts ußgnomen, was der gnant myn gnediger herre von Ifemburg mirder fchuldig und zu thund geweft iß, das dan derfelbe myn gnediger herre von Menntymir zu bemalen alles uff ßch gnomen hait nach lute der brieff, ich darüber innhann, her-umb fo fagen ich den gnanten mynen gnedigen herrn von Ifemburg und ßne erben vonfolicher gemelten fchult unnd forderunge wegen gentjlich qwyt, ledig und loiß vor michunnd alle myn erben geinwirtiglich inn und mit crafft dieß brieffs, und des zu urkundehan ich myn ingeßgel an diefen brieff gedruckt, der geben iß zu Menntj uff fontag nachfant Pauls dag converßonis anno domini millefimo quadringentefimo feptuageßmo primo.
(Kgl. Kreisarchiv Würzburg: Mainzer Ingroflaturbuch Nr. 32, fol. 189—190.)
Aus den angeführten Gründen wird es recht unwahrfcheinlich, daß die Bechtermünzezu ihren Ausgaben des Vocabularius die mit Humerys Gelde von Gutenberg beßhafftenund in feinem NachlaffeVorgefundenen „ettlichen Formen und Buchßaben“ benutjthaben.Es läßt ßch aber auch der Nachweis führen, daß der Druckapparat, mit dem ße denVocabularius gedruckt haben, alfo die Catholicon-Type, thatfächlich ihr Eigenthum war.In der Unterßhrift des Vocabularius von 1467 heißt es: Prefens hoc opusculum ... novaartificiofaque invencione quadam ... indußrie per henricum bechtermunczepie memoriein altavillaeß inchoatum et... per nycolaumbechtermuncze fratrem dicti henrici et wygan-dum fpyesz de orthenberg eß confummatum.
Der Ausdruck „confummare“ wird in den Unter[chriften der Mainzer Druckwerke dererßen Jahrzehnte nach der Erfindung der Buchdruckerkunß nur gebraucht, wenn es ßchum das vollßändige Eigenthum desjenigen handelt, der ßch in der Unterßhrift als Druckerund Verleger nennt. Alles, was zur Fertigftellung der Druckwerke gehört, foll durchdiefes Wort bezeichnet werden, die Typen fowie der ganze Druck und Verlag muß Eigen-