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Festschrift zum fünfhundertjährigen Geburtstage von Johann Gutenberg / im Auftr. d. Stadt Mainz hrsg. von Otto Hartwig
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dem Ganzen beigegeben werden, um der Feßfchrift ein [treng urkundliches Gepräge zu verleihen. Da diefermein Vorfchlag allfeitige Billigung fand, habe ich ihn durch die Munificenz der Stadt Mainz und mitHülfe tüchtiger und treuer Mitarbeiter auch zur Ausführung gebracht.

Die auf ihren Arbeitsgebieten bereits fchon erprobten Gelehrten haben in ihren Beiträgen nicht nur dasBeße beigeßeuert, was ße zu bieten vermochten, fondern haben einander im Intereffe des Ganzen gegen-feitig unterßütjt, wo es nur nöthig war. Da die Erfindung Gutenbergs eine weltbewegende, weit über dieSchranken des deutfchen Volksthums hinausgehende war, fchien es mir angezeigt, zur Mitarbeit an der Feß-fchrift auch Angehörige fremder Nationen aufzufordern, die in ihren Sprachen die Verbreitung derneuenKunß in ihrer Heimath zufammenfaffend darßellen möchten. Auf meine Bitten haben (ich die HerrenLabande in Avignon und Marzi in Florenz hierzu bereit erklärt, und ich glaube ihnen auch hier unferenbefonderen Dank für ihre mühevollen Zufammenftellungen ausfprechen zu (ollen.

Die Namen aller derer, die ich außer den Herren Mitarbeitern im Intere[(e der Feßfchrift direkt oderindirekt in Bewegung habe feßen müffen, kann ich hier nicht einzeln mit gebührendem Dank aufzählen.Sind fie doch auch, wenigßens theilweife fchon in der Feßfchrift, z. B. S. 113 dankbar erwähnt. Aber dieNamen einiger Herren, die (ich ganz hervorragende Verdiente um diefelbe erworben haben, darfich doch nicht unterlaffen hier befonders aufzuführen. Da habe ich in erßer Linie den Oberbürger-meißer von Mainz, Herrn Dr. iur. Gaßner, zu nennen, der (Ich von Anfang an als ein eifriger Fördererunferes Unternehmens erwiefen hat. Sehr thätig für dasfelbe der Oberbibliothekar der Stadt, HerrProfeffor Dr. W. Velke, gewefen, der die Correfpondenz zwifchen der Redaktion der Feßfchrift und denßädtifchen Behörden geführt und (ich um die Herbeifchaffung der Urkunden und deren Vervielfältigunggroße Verdiente erworben hat. Nicht minder Herr H. Wallau, der künßlerifch gebildete Typograph, derdie theilweife recht fchwierige Drucklegung der Feßfchrift in Gemeinfchaft mit dem Beßßer der ße aus-führenden Druckerei, Herrn Ph. v. Zabern, entworfen und zu einem guten Ende geführt hat. Er hat auchmit den Herren Velke, Schenk und Schorbach die Herßellung der wohl gelungenen Tafeln und photo-graphifchen Aufnahmen, von denen einzelne von den Herren Frifch in Berlin, Gundermann in Würz-burg, Kraemer in Kehl (Baden), Spamer in Darmßadt und Zink in Gotha herrühren, während dieLichtdrucke und die meißen Negativ-Aufnahmen von der Hofkunßanßalt des Herrn P. Meß in Mainz beforgt ßnd, überwacht. Die Initialen, Schlußßücke und der Hauptitel ßnd entworfen und gezeichnet vonHerrn O. Hupp in Schleißheim, die Zinkäßungen von den Herren Meifenbach, Riffarth & Co. in München und CI. Kiffel in Mainz angefertigt, die Typen ßnd hergeßellt von der Schriftgießerei von E. J. Genzfchin München. Die Farbe hat Herr Chr. Hoßmann in Celle geliefert, das Papier die Fabrik von J. W. Zandersin Berg.-Gladbach. Der Einband rührt von Herrn J. B. Schmidt in Mainz her.

MARBURG, im Mai 1900.

O. HARTWIG.