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II. DIE WÄHRUNGSÄNDERUNGEN DER JAHRE 1848-1868.
infolge des Kreditbegehrs der damals neu gegründeten in-dustriellen Aktien- Gesellschaften stark gesteigert und um etwa200 Millionen Realen zugenommen hatte, stellte sich seitdemder Notenumlauf in der Zeit von 1856-1874 fast konstant auf400 Millionen Realen und ging im Laufe der Zeit eher zurückals vor.Bis zur gestatteten Notenemission des dreifachenAktienkapitals ist in dieser Zeit der Notenumlauf niemals auchnur annähernd gelangt.
Die Gesamtzirkulation betrug z. B.:
am 31. Juli
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1858... 368 Millionen Realen,
31. Dezember
31.
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31. Januar
1859... 3971867... 4271874... 400
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Diese Zahlen beweisen uns, wie wenig die Banknoten inder Zeit von 1856-1874, der Zeit der Dezentralisation desNotenbankwesens, verbreitet waren. Nach den Berechnungenvon Barthe y Barthe sollen am Ende des Jahres 1859 von denUmlaufsmitteln 60 Realen Goldgeld, 36 Realen Silbergeld,26 Realen Banknotengeld auf den Kopf der Bevölkerung ge-kommen sein. Am Schluß des Jahres 1867 soll der Metallgeld-umlauf etwa 220 Realen pro Kopf, die Notenzirkulation nur26 Realen pro Kopf betragen haben.
Die Gründe für die geringe Verbreitung der Banknotenwaren verschieden. Einmal war ihre lokale Beschränkung dasgrößte Hindernis für ihre Ausdehnung; man brachte den Noten.der Lokalbanken, welche man nicht kannte, das stärkste Miẞ-trauen entgegen und nahm sie allenfalls mit einem Disagio an.Die lokale Beschränkung wurde aber selbst für die an Filial-plätzen der Bank von Spanien kursierenden Noten aufrecht er-halten; denn die Bank von Spanien hatte schließlich im Jahre.1858 an zwei größeren Orten, in denen die private Initiativenicht zur Bankgründung geschritten war, in Alicante und inValencia, Filialen errichtet. Für die Bank von Spanien undihre Filialbanknoten war gesetzlich bestimmt worden, daß die Zentralbank in Madrid die Filialen mit ihren Noten versorgen,daß aber die Filialen die in Zirkulation zu setzenden Noten