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§ 10. NACHAHM. D. MÜNZGESETZL. BESTIMMUNGEN D. LAT. UNION.Ankauf beider Edelmetalle zur Relation von 1: 14,904 konträrdem Metallhandel auf dem Weltmarkt.
Auf die Zusammensetzung des Geldbestandes Spaniens hattedies natürlich den größten Einfluß. Waren bis 1867 ausschließlichSilberduros und deren Teilstücke wegen ihrer besseren platischenVerwendbarkeit ins Ausland gezogen, so kaufte man nun inLondon Silber und ließ es mit Gewinn in Silberduros, wie man5- Pesetastücke heute noch nennt, umprägen. Auch die nationalenSilberproduzenten brachten jetzt die Erzeugnisse der heimischenMinen zur Ausprägung in Spanien , da ja Silber im Heimatlandehöher bezahlt wurde als im Auslande.
Da Silber in der Münzstätte zum festen Preise von222,22 Pesetas pro Kilogramm zur Ausprägung angenommenwerden mußte, strömte es namentlich aus England herbei, woSilbermetall billig erhältlich war. ¹) Welchen Einfluß der An-kaufstarif für Silber auf die Vermehrung der Silberduros hatte,zeigten ihre Prägungen, die in den Rechnungsjahren Juli 1869bis Juli 1873 114457 362 Pesetas betrugen, während vor 1867kaum bare Silbermünzen hergestellt worden waren.
Zwar wurden in den Fiskaljahren 1869/1873 bedeutendstärkere Goldprägungen vorgenommen, doch fanden diese( ca.271 Millionen Pesetas, die ausschließlich in Centenes geprägtwurden) fast nur für Rechnung des Staates statt, der gerade inden Jahren 1869-1873 ganz erhebliche Goldanleihen im Aus-lande aufnahm.
Da nun aber bei der vorteilhaften Verwendung des spa-nischen Goldgeldes als Ware den Staatskassen mit Vorliebe dieneuen Goldstücke entzogen wurden und andererseits nur Silber-geld in sie eindrang, entschloß sich der spanische Staat, seine
1869
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دو
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978 Pfund Sterling
1870 336515
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1871 1054590
1871 291
دو
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1872 731400
1872 2410
وو
92
22
1873 376700
1873 7013
دو
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