232 IV. DIE INTERVALUTARISCHEN BEZIEHUNGEN DER PESETA SEIT 1883.
Man hätte meinen sollen, daß durch den Ankauf spanischerPapiere seitens des Auslandes, wobei immer Frankreich ammeisten beteiligt war, der spanische Wechselkurs gegen Frank-reich günstig beeinflußt wurde. Diese Käufe spanischer Rentefanden jedoch zum großen Teil für Spanier selbst statt, welchetrotz des Affidavits vielfach Besitzer spanischer äußerer Rentewurden. 1)
Die Beschränkungen der Zinszahlungen in Gold auf dieAusländer mußte natürlich zu einer großen Erleichterung desBudgets führen und konnte wegen der sich dadurch besserndenZahlungsbilanz einen günstigen Einfluß auf den intervalutarischenKurs Spaniens gegen die Goldländer ausüben. Von den 1774Millionen Pesetas äußerer Rente waren nach der definitivenAbstempelung 1026 Millionen Pesetas in Goldgeld verzinslich, 2)so daß der Staat statt ca. 71 Millionen Pesetas nur etwa 41 Mil-lionen Pesetas an Goldgeld jährlich für Zinsen zu zahlen hatte.
Seinen den ausländischen Rentengläubigern gegenüberfestgehaltenen Verpflichtungen auf Zahlung der Zinsscheine inGold konnte der Staat aber auch in der Folgezeit nur untergroßen Opfern nachkommen; das spanische Schatzamt hatte inden Jahren 1899-1904 immerhin noch einen Agioverlust von90 Millionen Pesetas für Couponszahlungen in Goldgeld. Jedoch
1) Nach der Zeitschrift ,, El Economista, Jahrg. 1902, sollten damalsca. 500 Millionen Pesetas äußerer im Auslande befindlicher Rente Spaniensim Besitze von Spaniern gewesen sein.
2) El Economista( Jahrg. 1899) gibt an, daß von der abgestempelten spanischen Rente am 30. 6. 1899, als man die Statistik über die Ab-stempelung schloß, folgende Beträge registriert waren.
670,8140,5
22
in England
53,7
in Deutschland
29
34,8
99
دو
17,5
"
0,175
وو
دو
in Spanien
1038,475 Millionen Pesetas.