Ausgabe 
(23.1.1822) 20
 
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Schweizer Gränze, den 15-Jan.

Mit den kirchlichen Angelegenheiten unserer östlichen Kantone ist es noch im-mer beym Alten; die deßhalb schon so langer Zeit angeknüpften Unterhandlungenmit dem päpstlichen Hof haben bis jetzt keinen Fortgang gehabt, und es scheint auchnicht, daß sie so bald zu Ende kommen werden. Einstweilen dauert der provisori-sche Zustand in diesen Dingen fort.

Kurzgefaßte Nachrichten.

Bey der zweyten Kammer der baierischcn Stande betragt die Anzahl der De-putaten 116. Jeder derselben hat des Tages 5 fl. Diäten; hiemit bettagen die.Diäten von der zweyten Kammer für jeden Tag 53o fl. und für einen Monat vonzo Tagen 17,400 fl. Bey der ersten Ständeversammlung in Baiern haben dieseDiäten sich auf eine Summe von izi bis 132,000 fl. belaufen. AufHerrnMarchand, dem ehemaligen Redakteur des kurz nach seinem Erscheinen wieder ver-schwundenenElsaßer Patrioten" scheint ein Verdacht der Theilnahme an der Ver-schwörung in Belfort gelastet zu haben. Am 12. Jan. wurde eine Haussuchungbey ihm vorgenommen, bey welcher sich jedoch nichts Verdachtiges fand.

(Bekanntmachung.) Das Kupferschmied Konrad Grubersche Gamanwesen inFüßen, bestehend in Haus, Stadel, Stallung, Werkstatte Nro. 12z. auf dem Brod-markt, Gemeindenutzungen und Antheil an den noch unvertheilten Gemeindegründen,wird zum Dritten - und Letztenmal Freytag den i.Febr. d. 1.8al va rstikc-njone crv-üitoruiN öffentlich versteigert, wobey sich fremde Kaufslicbhaber mit Vermbgens-«nd Leumuthszeugnissen auszuweisen haben. Fußen, den 12. Jan. 1822. K. d.Landgericht.__v. Vok , Lan drichter.

An die verehrliche Mitglieder der Harmoniegeselischaft.Zur Feyer des Namensfesteö Ihrer Majestät derKdnigin ist Montag den 28. dieß<roßer Ball, welcher Abends um 7 Uhr anfangt. Augsburg , den 22. Jan. 1822.

Die Vorsteher der Harmonie.

Die Bekanntmachung über die am 2. Febr. l. I. zu eröffnende augsburgische Er-sparnißkasse mit Verzinsung ist bereits durch die Herren Distriktsvorsieher unentgeld->lich vertheilt worden. Das zu näherer Belehrung der Einlagen besonders abgedruckteRegulativ über den G?schafftsgang, so wie über die Jinsenberechnung, wird jedemQnittungsbüchlein vorgebunden, und den Einlegern ebenfalls unentgeldlich behändiget»erden. Denjenigen, welche noch außerdem ein oder mehrere Eremplare der Bekannt-machung sowohl, als des Regulativs zu erhalten wünschen, belieben Beydes zusammengeheftet gegen Vergütung von z kr. zum Besten der Armen bey den Armenpflegrärhen,Herren Baumer Lit.D. Nro.277., Ottmann Lir. E. Nro. 18-, Wilhelm Lit. G.Äro.yo. und bey dem endesgenannten Kassier abholen zu lassen. Der Verein der«ugsburgischen Ersparnißkasse. Nebinger, Armenpflegrath und Kassier des Vereins.

Es sind bey mir Endesunterzeichnetem frischer, rother, süßer nnd rezenter TyrolerWein, wie auch gnte, reine, alte Würzburger, Neckar , Markgrafer, rothe und wei-ße Elsaßer, nebst noch einigen aiidern Gattungen französischer Weine erst vor wenigenWochen angekommen, wozu ich mich bestens empfehle.

Andreas Bourgoend, vormals Joseph Sebastiany, wohnhaft_ in der Sr. Annagasse Lir. D. Nro. 26z.

Im Gasthof zu z Rosen ist ein großes, massives, ganz eisernes Gitter zu einenSpringbrunnen oder anderer Einfassung, eine große eiserne Kufe mit eisernen Reifen,und eine Trnche auf einen Wagen, zu gar viel Gegenständen brauchbar, auch starkmit Eisen bes chlagen, z» verkaufen. _ ,

In dem Hause Lit.C. Nro. 102. im Spenglergaßchen ist eine Wohnung von2 heizbaren nnd eben so viel .unheizbaren Zimmern, nebst eignem geräumigen Bodenund übrigen Bequemlichkeiten auf nächstes Georgiziel zu vermiethen, mid bey demHauseigeuthümer daselbst das Nähere zu erfragen. __ H

Ein geschickter Setzer kann sogleich bey uns in Kondition treten. München , den-S. Ja«. -»8s». Wolfische Zeitungsdruckere 9.