mittels. Wissen wir doch auch, dass das Kleidungsmittel nur einebeschränkte Zeit hindurch fortbesteht und durch den Gebrauch wäh-rend derselben auch verbraucht wird. Wird — was wir hier näherzu betrachten haben — die Nutzung zunächst eines unverbrauchliehenGutes übertragen, so vollzieht sich die von dem Nutznießer be-gehrte Befriedigung in den verschiedenst langen Zeiträumen,und immer nicht etwa im Anschluss an die Andauer derNutzungsgüter, sondern im Anschluss an die Andauerdes Bedürfnisses der Nutznießer! Der Gebrauch eines („ewigfortbestehenden“) Grundstückes wird dem Pächter wegen Saat undErnte mindestens für die Dauer eines Jahres erforderlich; der Mietermit eigenen Möbeln wird sich den Gebrauch einer AVohnung min-destens für ein ATerteljahr sichern wollen, während der in „diePension“ Einziehende vielleicht nur eine und die andere Wochebleibt und die „durchreisenden Gäste“ wie auch ärmste Angehörigegroßer Städte die Schlafräume des fremden Hauses nur für eineNacht gebrauchen. In der Gebrauchs-Leihe kann das Klavier Jahrehindurch, der modische Hut für einen und den andern Monat, dasBuch der Leihbibliothek für einen Tag, das Geschmeide des Juwe-liers nur für einen Gesellschafts-Abend, das Pferd des A r erleihersnur für die Stunde eines Spazierrittes zum Gebrauch geborgt werden.Als ich an anderer Stelle zur Kennzeichnung der hier fraglichenÜbergänge zwischen Gebrauchs- und Verbrauchsbedürfnissen schrieb,dass man ebensowohl von einem jahreslangen Gebrauch eines in 3G5Tagesportionen verbrauchten Getreidehaufens sprechen könne, wie von365 A r erbrauchsvorgängen eines ein Jahr hindurch gebrauchten Pelz-werkes, hätte ich ebensowohl verweisen können einerseits auf dieEngländer, welche den großen am Sonntag aufgetragenen Braten alsFleischspeise an den sieben AA T ochentagen „nach und nach“ auf-brauchen, und andererseits an die Goldgräber in Kalifornien u. s. w.,w’elche das Hemd durch einmaligen Gebrauch — ohne Reinigungdurch sehr teure Wäsche — verbrauchen.
Mit alledem soll und kann die unterschiedliche Art in demA'ollzug der wirtschaftlichen Bedürfnisbefriedigung durch verbrauch-liche und durch nicht verbrauchliche Güter weder überhaupt inAbrede gestellt, noch als unbedeutend erklärt werden. Wohl aber