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der Zwangsk u rs (gegen Bonder, Nebenius, Kuntze, Tliöl,v. Gorbor, Konaud, Wagner, Ravit, Schafi'le u. A.) in seinerregelmäßigen Bedeutung (d. h. nach dem Nominalbetrag); es giebtwahres Papiergeld mit und ohne vollen Zwangskurs, d. h. Zwangs-kurs gegen .ledermann; wesentlich ist nur der Zwangskurs gegenden Ausgeber. Auch trägt es nicht notwendig einen publizisti-schen Charakter (gegen Bonner , Ncbenius, Kuntze, Ungcr,Bluntschli, Ravit, AVagner u. A.), vielmehr kann Jedermannohne alle Staatsgenehmigung, soweit nicht ein verbietendes baudes-gesetz entgegen steht, wahres Papiergeld ausgeben. Scheidemünzeund Papiergeld sind gleich dem Kourantgeld nur Sachen; Verlustoder \ r ornichtung derselben ist definitiver Wcrtverlust, es giebt keineAmortisation noch Außercurssetzung (in dem bei. „Tnhaberpapieren“gebräuchlichen Sinne, wohl aber im Sinne der „A^errufung“). DieZahlung mit ihnen ist stets definitive Zahlung, wenngleich nurinsoweit wahre Zahlung, als sie Zwangskurs haben, überall sonstnur datio in solutum. Der Zwangskurs des Papiergeldes gegenJedermann ist anomal. Dieser Zwangskurs macht das Papiergeldzur AA’ährung, begründet also neben der Metallwährung einePapierwährung. Das Papiergeld ist selber A\ r ertmaß geworden,wenn auch freilich ein entlehntes, da es notwendig auf dieMetallgeldbasis zurückweist.“ (A. a. 0. Buch II Kap., IV, 1. 2.)
AA'ir müssen der höchst schätzbaren Darlegung Goldschmidt’sgegenüber vor Allem erklären, dass in derselben die Unterscheidung,welche durch das A'orhandensein oder Fehlen des „Zwangskurses“herbeigeführt wird, zu kurz kommt. Auch unseres Erachtens istes vollkommen richtig und höchst bedeutsam, dass ein Einteilungs-prinzip innerhalb der „Metallgeldzeichen“ an der Zurichtung undBestimmung derselben einesteils zur „Einlösung“, andernteils zur„Zahlung“ gehandhabt wird. AVer diese Unterscheidung nichtmacht, wird jedenfalls den Unterschied zwischen den Geldkredit-papieren, also auch den Banknoten, und dem Papiergeld nichtrichtig stellen können. Allein es giebt oft verschiedene Einteilungs-prinzipien, welche koordiniert derselben ganzen Menge vonSpezialien gegenüber durchgeführt werden müssen, so dass der A’er-such, das eine Prinzip dem andern zu subordinieren, immer wieder