und wegen des Schutzes seiner Küsten eine Ausdeh-nung unseres Machtbereiches auf dem westlichen Kon-tinent nicht dulden konnte. Die Erkenntnis, daß dieErhaltung Frankreichs , als eines unabhängigen Landesin seiner bisherigen Machtfülle für Großbritannien einLebensinteresse bedeutet und daß eine Wiederholungdes Jahres 1870 mit den britischen Interessen unver-einbar sei, befestigte sich, ohne aber zu mehr zu füh-ren, als zu Verabredungen technischer Art, welchefür den Fall eines deutschen Angriffs auf Frankreich ,den, wie ich von London stets berichtet habe, dieFranzosen und Engländer dauernd fürcheten, in Krafttreten sollten. Daß diese Annäherung und die ge-nannten Vereinbarungen mehr bedeuteten als das Be-streben einer Sicherung vor unserer Übermacht, unddaß sie Angriffszwecken gedient hätten, ist durchkeine Veröffentlichung erwiesen worden. Es lag auchgar nicht im britischen Interesse, die Franzosen vondem Alpdruck zu befreien, den wir auf sie ausübten,denn er bildete die Voraussetzung für Frankreichs Unterwürfigkeit gegen England . Ebensowenig aberkann die britische Politik auf den Druck verzichten,den wir auf Rußland ausüben, da sonst letzteres wie-der freiere Hand in Asien bekommen und sich dort denEngländern unbequem machen würde. Diese einfachenErwägungen genügen, um zu zeigen, daß kriegerischeZwecke dem britischen Programm durchaus fern liegenmußten.
Die bekannte Rede Mr. Lloyd Georges im Sommer1911 hatte lediglich den Zweck, uns zu warnen, da mansich in London mangels der erwarteten Aufklärungüber den Zweck der Entsendung des „Panther“ nachAgadir beunruhigt fühlte und an kriegerische Ab-sichten zu glauben anfing.