ständen stützen werde, und am 31. fand der Brief-wechsel statt zwischen König Georg und Poincare , derjede bindende Zusage ablehnte. Daß nach Erscheinendes Ultimatums die bereits vorher zusammengezogeneFlotte nicht entlassen, sondern auf alle Fälle bereit-gehalten wurde, versteht sich, wußte doch ganz Eu-ropa , was das Ultimatum bedeutet, Grey sagte demGrafen Mensdorff, er würde sie nicht zusammen-gezogen haben, nun aber wolle er sie auf alle Fällenicht entlassen.
Unsere Politik erinnert an König Knut, der, amStrande sitzend, der Flut befahl, vor seinen FüßenHalt zu machen. Es war nicht seine Schuld, daß sienaß wurden, sondern die der Flut. Sie hätte eben Haltmachen sollen!
Allerdings konnte Herr Sasonow damit rechnen,daß, wie unser Kronzeuge, der belgische Attache, be-richtete, England ihn unterstützen würde, denn erwußte trotz aller ausweichenden Antworten Greysgenau, daß, wenn, wie ich bereits ausführte, die Fran-zosen in Frage kamen, England nicht gleichgültigbleiben konnte, „Früher oder später werdet ihr hin-eingezerrt, wenn der Krieg ausbricht“ sagte HerrSasonow zum englischen Botschafter am 24, Juli.
Sir E, Grey hat gesagt: „Die einen meinen, ichhätte den Krieg verhindern können, wenn ich gleichvon Anfang erklärt hätte, ich mache nicht mit, dieanderen, wenn ich gleich gesagt hätte, ,ich mache mit'.In ersterem Falle hätte Rußland und im zweitenDeutschland eingelenkt. Beides ist falsch.“ Der Welt-krieg war nur zu verhindern, wenn Graf Berchtold veranlaßt wurde, auf den Krieg mit Serbien zu ver-zichten oder wenn wir erklärten, die Streitfrage liegeaußerhalb des Bündnisses. Zuerst sollte Serbien von