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legentlich darüber, daß die Politik Greys eine Ent-fremdung mit Frankreich nach sich ziehen könne.
Belgien ist nicht der Grund des britischen Vor-gehens, sondern der Anstoß, unser Kampf gegen Bel-gien hat die Lage verschärft, nicht herbeigeführt.Auch ohne die belgische Frage hätte Eng-land eingegriffen, wenn auch vielleichtnicht sofort.
Die Geschichte lehrt, daß England stets zu denWaffen griff (und zwar gegen Frankreich ), wenn dieNiederlande besetzt wurden, sowohl im SpanischenErbfolgekrieg als 1793 gegen die Revolutionsheere,und die bisher veröffentlichten Akten beweisen ledig-lich defensive Verabredungen, um Belgien zu schützen,da es dort seit 1906 bekannt war, daß wir bei einemKriege mit Frankreich die belgische Neutralität ver-letzen wollten.
Für jeden, der die Geschichte Englands nur einiger-maßen beherrscht, mußte es klar sein, daß mit demEintritt unserer Heere in belgisches Gebiet der Kriegmit Großbritannien unvermeidlich wurde. Übrigensist es bezeichnend, daß bei früheren europäischenKriegen die britische Opposition sich nie geschlossenhinter die Regierung stellte, weder zu MarlboroughsZeit noch zu der Pitts hatte sie die Unterstützung dergesamten Gegenpartei,
Wie soll die Zukunft sich gestalten, wie ein ehren-voller Frieden erstritten werden, der es uns ermög-licht, mit unseren Gegnern wieder Fühlung und Ver-bindung zu nehmen? Ein Volk kann ebensowenig alleinleben wie ein Mensch. Der Verkehr mit anderen istfür beide eine Bedingung des Lebens, und selbst dieGroßen des Mittelalters konnten den Bann, die Aus-stoßung aus der Gemeinschaft, nicht ertragen. Jelänger der Krieg dauert, um so leidenschaftlicher wird
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