und Fortschritte gegen die alte. Es waren nämlichFälle vorgesehen, die es uns ermöglichten, zur Wah-rung unserer Interessen auf den uns zugewiesenenGebieten einzuschreiten. Diese Voraussetzungenwurden so weit gefaßt, daß es eigentlich uns über-lassen blieb, selbst zu bestimmen, wann „vitale“Interessen Vorlagen, so daß es bei der völligen Ab-hängigkeit Portugals von England nur darauf ankam,die Beziehungen zu England weiter zu pflegen, ummit englischer Zustimmung unsere beiderseitigen Ab-sichten später zu verwirklichen.
Die Aufrichtigkeit der britischen Regierung, inihrem Bestreben unsere Rechte zu achten, zeigte sichdarin, daß Sir Ed. Grey , noch ehe der Vertrag fertig-gestellt oder unterzeichnet war, englische Unter-nehmer, die in den uns durch den neuen Vertrag zu-gewiesenen Gebieten Kapitalanlagen suchten und da-für die britische Unterstützung wünschten, an uns ver-wies mit dem Bemerken, daß das betreffende Unter-nehmen in unsere Interessensphäre gehöre.
Der Vertrag war schon zur Zeit des Königs-besuches in Berlin , also im Mai 1913, im wesentlichenfertig. In Berlin fand damals unter dem Vorsitz desHerrn Reichskanzlers eine Besprechung statt, an derauch ich teilnahm und bei der noch einzelne Wünschefestgelegt wurden. Bei meiner Rückkehr nach London gelang es mir mit Hilfe des Botschaftsrats v. Kühl-mann, der mit Mr, Parker die Einzelheiten des Ver-trages bearbeitete, auch unsere letzten Vorschlägedurchzusetzen, so daß der ganze Vertrag schon imAugust 1913, vor Antritt meines Urlaubs von Sir Ed.Grey und mir paraphiert werden konnte.
Nun sollten aber neue Schwierigkeiten entstehen,die die Unterzeichnung verhinderten und erst nacheinem Jahre, also kurz vor Kriegsausbruch, konnte