Newcastle und Liverpool . Überall war ich der Gegen-stand herzlicher Huldigungen. Manchester, Glasgow und Edinburgh hatten mich gleichfalls geladen undwollte ich später dorthin gehen.
Auch in allen anderen Kreisen habe ich die liebens-würdigste Aufnahme, ein warmes Entgegenkommengefunden, bei Hof wie in der Gesellschaft und bei derRegierung.
Hof und Gesellschaft
Der König, ein harmloser, wohlwollender Mannmit einfachem, gesundem Sinn, common sense, warstets bestrebt, mir Wohlwollen zu zeigen und auf-richtig gewillt, meine Aufgabe zu fördern. Trotzder geringen Macht, die die englische Verfassung derKrone läßt, vermag der Monarch kraft seiner Stellungdie Stimmung doch sehr zu beeinflussen, sowohl in derGesellschaft, wie auch bei der Regierung. Die Kroneist die Spitze der Gesellschaftspyramide, von ihr gehtder Ton aus. „Die Gesellschaft“, überwiegend unioni-stisch (konservativ), befaßt sich mit Einschluß derDamen von jeher eifrig mit Politik. Sie ist im House ofLords wie bei den Commons und daher auch im Kabi-nett vertreten.
Der Engländer gehört entweder zur Society odermöchte zu ihr gehören. Sein Streben ist und bleibt einvornehmer Mann, ein Gentleman zu sein, und selbstPolitiker bescheidener Herkunft verkehren mit Vor-liebe in der Gesellschaft und mit schönen, elegantenDamen.
Der britische Gentleman beider Parteien genießtdie gleiche Erziehung, besucht dieselben Colleges undUniversitäten, betreibt die nämlichen Sports, sei esnun Golf, Kricket, Lawn-Tennis oder Polo. Alle habenin der Jugend Kricket und Fußball gespielt, sie haben