, Je mehr ich drängte, um so weniger wollte man ein-lenken,
Da entschloß sich letzterer am 29. zu der bekanntenWarnung. Ich entgegnete, daß ich stets berichtethätte, wir würden mit der englischen Gegnerschaftrechnen müssen, falls es zum Kriege mit Frankreich käme. Wiederholt sagte mir der Minister: „If warbreaks out, it will be the greatest catastrophy theworld has ever seen.“
Die Ereignisse überstürzten sich bald darauf. Alsendlich Graf Berchtold, der bis dahin auf BerlinerWeisungen den starken Mann spielte, sich zum Ein-lenken entschloß, und auch Herr von BethmannHollweg den Mut verlor, wurde die russische Mobil-machung, nachdem Rußland eine ganze Woche ver-geblich unterhandelt und gewartet hatte, mit demUltimatum und der Kriegserklärung beantwortet.
Englische Kriegserklärung
Noch immer sann Sir Edward Grey nach neuenAuskünften, Am 1. August vormittags kam Sir W.Tyrrell zu mir, um mir zu sagen, sein Chef hoffe nochimmer, einen Ausweg zu finden, Ob wir neutralbleiben wollten, falls Frankreich es auch täte? Ichverstand, daß wir dann bereit sein sollten, Frankreich zu schonen, er aber hatte gemeint, daß wir überhaupt,also auch gegen Rußland neutral bleiben. Das wardas bekannte Mißverständnis. Sir Edward Grey hattemich für den Nachmittag bestellt. Da er sich geradein einer Kabinettssitzung befand, rief er mich an dasTelephon, nachdem Sir W. Tyrrell gleich zu ihm ge-eilt war, Nachmittags sprach er nunmehr von derbelgischen Neutralität und von der Möglichkeit, daßwir und Frankreich uns bewaffnet gegenüberständen,ohne uns anzugreifen.