Stützung Frankreichs beseitigt. Trotzdem berichtetSchweinitz, daß der Kaiser, Erzherzog Albrecht undder Kriegsminister schnelle Erfolge der Franzosenherbeisehnten, um dann loszubrechen. Wieviel wirdamals der Haltung Alexanders II. zu verdankenhatten, geht aus der Bemerkung hervor, daß, früherals alle anderen, Graf Beust verstand, wessen sichÖsterreich von Rußland zu gewärtigen hätte, sobaldes Anstalten zur Teilnahme am Kriege machte. „GrafBeust aber wußte, auch ohne Choteks*) Be-richte und ohne Andeutung von mir, daßRußland nicht untätig bleiben würde,wenn Österreich sich rührt e." — „Ich meiner-seits habe in Wien während des ganzen Krieges nie einWort davon gesagt, daß wir das Versprechen des Zarenbesaßen, er werde dreimalhunderttausendMann an die Grenze rücken lassen, wennÖsterreich sich am Kriege beteilige.“
Sehr betroffen ist Schweinitz durch das Tele-gramm, das Wilhelm I. an Alexander II. nach demPräliminarfrieden von Bordeaux gerichtet hat: „Sostehen wir am Ende eines glorreichen aber blutigenKrieges, der uns durch beispielslose Frivolität auf-gedrungen worden ist. Nie wird Preußen ver-gessen, daß es Ihnen verdankt, daß derKrieg nicht äußerste Dimensionen an-genommen hat. Gott segne Sie dafür! Ihr fürsLeben dankbarer Wilhelm.“ Er fügt hinzu: „Also nurder russischen Drohung, nicht dem Wiener Bürger-sinn, nicht der deutschen Gesinnung und der Weisheitdes Grafen Beust ( !), nicht dem magyarischen Einflußverdanken wir die Neutralität Österreich -Ungarns!“Von der Dankbarkeit gegen Rußland ist späterallerdings wenig mehr zu spüren gewesen, wenn auch