Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
182
Einzelbild herunterladen
 

Provinzen annektiert, und Rußland hat nichts als seinenalten bessarabischen Besitz zurückbekommen, undSienehmenüberalldieParteiÖsterreichsgegen uns, auch dann, wenn wir gar nichts für unsfordern. Wenn Sie wollen, daß die Freundschaft,welche uns hundert Jahre lang verbunden hat, fort-daure, dann sollten Sie dies ändern. II est tout naturelque le contrecoup se produise icij vous voyez lelangage, que tiennent les journaux; cela finiradune maniere tres serieuse. J'en ecrirai äl'Empereur quand je lui repondrai ä la bonne lettrequ'il vient de m'envoyer.Der Ton dieser Apo-strophe", sagt Schweinitz,war mild, fast traurig,nichts weniger als drohend, und dies ist wesentlich fürdie Schätzung der Wortecela finira d'une manieretres serieuse." Das haben wir 1914 leider gesehen!Die Folgen dieser Politik machten sich natürlich fühl-bar.Es sind viele französische Gäste im Lager; siewerden mit der ihnen gebührenden Achtung und Artig-keit, aber ohne jede demonstrative Bevorzugung be-handelt. Wohl aber würde ein russischer Gegen-besuch, von welchem man schon seit einiger Zeitspricht, unsere Aufmerksamkeit verdienen; es heißtnämlich, daß General Obrutschew nach Frankreich geschickt werden soll."

Die Haltung Alexanders beleuchten folgende Auf-zeichnungen:Kaiser Alexander will unterscheidenzwischen der Person des Kaisers Wilhelm und dessenRegierung, das heißt Bismarck; obwohl unsererseitsihm und Fürst Gortschakow gegenüber oft genug das-selbe geschah, so konnte ich ihm doch unmöglich aufdieses Gebiet folgen. Je irritierter sich derKaiser zuweilen gegen Bismarcks Ver-fahren ausdrückte, um so demonstrativerwurde er gleich darauf in seinen Freund-

182