Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
197
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Fehler, unter anderem durch den Brief Alexanders II. vom 15. August herbeigeführt worden ist. Der Kaiser,der dieses alles nicht weiß, wird gewiß einsehen, daß,wenn wir künftighin ähnliche Fehler vermeiden, dieNotwendigkeit Ihres Bündnisses mit Österreich weg-fällt. Warum sollten wir nicht ein festesBündnis mit Ihnen schließen, worin Ruß-land Ihnen den Besitz der neuerworbenenProvinzen garantiert? Wenn eines Tages inder Zeitung stünde: Rußland und Deutschland habeneinen Vertrag geschlossen, in welchem sie sich gegen-seitig ihren Besitzstand gewährleisten, so würde beiuns niemand etwas dagegen einzuwenden haben; wennaber bekannt würde, was jetzt zwischen uns beidenund Österreich abgemacht ist, so würde in ganz Ruß-land Entrüstung laut werden. Es ist nicht un-bekannt, daß der Kaiser als unverrück-bares Ziel den Besitz der Meerengen imAuge hat; wenn Sie uns hierbei keineHindernisse in den Weg legen und denWiderspruch Österreichs nicht immerunterstützen wollten, dann könnten wireinen Vertrag zu zweien schließen, durchwelchen Sie sich ein für allemal Ruhe vorFrankreich schaffen.

An unserer Weigerung, Österreich preiszugeben,scheiterte damals wie später jede wirkliche Ver-ständigung mit Rußland, die die einzige Möglichkeitbot, den Weltfrieden dauernd zu sichern:Lächezl'Autriche, et nous lächerons les Fran-9 ais", sagten uns noch die russischen Staatsmännerkurz vor Ausbruch des Weltkrieges. Es war immerdasselbe Lied, immer mit demselben Ergebnis,

Ferner berichtet Schweinitz während der bulgari-schen Wirren 1866:Die Petersburger und Moskauer