Presse beschuldigt uns, daß wir alle feindlichenMächte gegen Rußland zu vereinigen suchten; derKaiser wurde mißtrauischer denn je; Katkow hatteschon im September den Anschluß an Frankreich empfohlen. Herr v. Giers war sowohl bei seinemSouverän, als auch bei seinen Kollegen und in deröffentlichen Meinung diskreditiert.“ Im Auftragdes Herrn Katkow , des Führers der pan-slawistischen Bewegung, wurde dem Ver-fasser eröffnet, daß Rußland unser besterFreund sein würde, wenn wir uns vonÖsterreich lossagen wollten. Am 3. Februarberichtet Schweinitz: „Der Kaiser behielt mich fastdreiviertel Stunden bei sich und sprach freundlich undoffenherzig über Bulgarien und die hessischen Ver-wandten, über Frankreich, über unser Parlament undbesonders über Österreich. Wie schon mehrmals, soauch jetzt, betonte er seine Hochachtung für KaiserFranz Joseph und den Wunsch, in Friede und Freund-schaft mit ihm zu bleiben, aber mit der öster-reichisch-ungarischen Regierung sichauf nichts mehr einzulassen."
Bald darauf schreibt der Verfasser, daß er keineGarantie dafür übernehme, daß der Zar in der Lagesein würde, sein Volk, falls es abermals zu einemdeutsch- französischen Kriege käme, zurückzuhalten,daß er sich aber in seiner Überzeugung nicht irremachen lasse, daß Alexander III. nicht geneigt sei,sich mit der französischen Republik einzulassen.
Am 27. Februar 1887 bemerkt Schweinitz: „DerFeldjäger kam mit ganz unglaublichen Ankündigungenvon Zoll- und Pressekrieg!“
Über den berühmten Rückversicherungsvertrag er-fahren wir, daß es Graf Peter Schuwalow war, der dieerste Anregung dazu gab, und daß sein Bruder Paul,