Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
199
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der Botschafter in Berlin , viel weiter gehen wollte alsBismarck.

Im Jahre 1887 schreibt der Verfasser:Herr vonGiers ist ohnmächtig der Presse gegenüber und überden Wunsch der Russen, sich Frankreich zu nähern,kann sich niemand wundern angesichts unseres Bünd-nisses mit Österreich ." Also Schweinitz be-stätigt hiermit, daß es unser Bündnis mitÖsterreich war, das die Russen in dieArme Frankreichs trieb und treibenmußte.

V

ABSCHLUSS DER PETERSBURGER BOTSCHAFTERZEIT.

DAS RUSSISCH-FRANZÖSISCHE BÜNDNIS

H errn v. Holstein, der schon damals anfing, eineeinflußreiche und verhängnisvolle Rolle zu spielen,charakterisiert der Verfasser durch folgende Worte:Dieser Sonderling, der mir Achtung abnötigte, als erim Jahre 1864 vor Düppel in den vordersten Reihenden Verwundeten beistand, der auch jetzt im stillenviel Gutes tut, hat einen hämischen Charakter, läßtsich durch persönliche Abneigung beeinflussen undschadet, ohne daß es bekannt wird, durch die ge-hässige Weise seiner Presseleitung; bedeutender Ver-stand ist ihm nicht abzusprechen, abererhat, ob-wohl ganz gerade gewachsen, den Geistund den Charakter eines Buckligen. Diegroßen Gefahren, in welche wir durch diegegenwärtige, etwas zu gekünstelte unddoch mit rauher, ja manchmal mit roherHand geführte Politik geraten sind, be-greift Baron Holstein vollkommen."

Geradezu unglaublich klingt, was Schweinitz imDezember 1887, also bald nach Abschluß des berühm-