welchen die Erneuerung des Dreibundeszutage trat, eine sensationelle Mani-festation g e g e n ü b e r z u s t e 11 e n.“
Wie groß das Mißtrauen immer noch gegen unswar, zeigt eine Äußerung des Herrn PobjedonoszewEnde 1891, die die unverhohlene Angst vor einemdeutschen Angriff erkennen ließ, die Herr von Giersals nicht von ihm, aber von fast allen russischenStaatsmännern geteilt bezeichnete!
Geradezu elegisch ist die Stimmung des Verfassersbei Abschluß seiner Petersburger Tätigkeit! DasJahr 1892 ist das letzte, er fühlt, daß sein auf dynasti-scher Tradition und Interessengemeinschaft bestehen-des Programm nicht mehr aufrecht zu halten ist, ersieht den Zusammenbruch seines Lebenswerkes. „Alsnun gar durch provozierendes Benehmen bei der Er-neuerung des Dreibundes Rußland in die Arme Frank-reichs gedrängt wurde, da kam ich mir, als ich nachdem Besuche der französischen Flotte in Kronstadt ins Lager von Krasnoje Selo ritt, wie ein Don Quixoteder Legitimität vor."
Auf die aus Berlin an ihn gerichtete Frage, obes eine Kriegspartei gäbe, antwortete Schweinitz:„Weder am Hofe, noch in der hohenBeamtenwelt, noch im Reichsrate und amwenigsten im Bestände des Ministeriumsdes Äußeren wüßte ich eine Persönlich-keit zu bezeichnen, von welcher sichsagen ließe, daß sie mit Bewußtsein zumKriege treibe." Auf die fernere Frage, ob die vonrussischen Staatsmännern geäußerten Besorgnisse vordeutschen oder österreichischen Angriffsplänen ernstgemeint sind oder nur zum Scheine gesagt, antworteteSchweinitz kurz vor seinem Rücktritt: „Trotz seinerVerehrung für Kaiser Franz Joseph hat Alexander III.
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