Friedens geleitet, in der gegenwärtigen Krise Hand inHand gegangen seien, und wie ich die Hoffnung hege,daß dieses Zusammengehen sich auch im weiteren Ver-lauf dieser Frage und auch bei künftigen Ereignissenwerde ermöglichen lassen. Es sei daher auch wün-schenswert, daß wir gemeinsam bei befreundetenMächten im Sinne der Mäßigung wirkten und vonMaßnahmen abrieten, die unserem gemeinschaftlichenZiele, der Erhaltung des Friedens, abhold scheinen.Als eine solche müßten in erster Linie die militärischenVorbereitungen Rußlands erscheinen, die geeignetseien, Gegenzüge hervorzurufen.
Sir E. Grey erwähnte entschuldigend, daß auchaufrussischerSeite derBesuch des öster-reichischen G e n e r a 1 s t a b s c h e f s in Berlin nicht verfehlt habe, einen gewissen Ein-druck hervorzurufen und neue Rüstungenzu rechtfertigen.
Ob der Minister sich in dem gewünschten Sinnein Petersburg verwenden wird, entzieht sich meinerBeurteilung. Ich glaube aber, daß meine Ausführungennicht verfehlt haben, Eindruck auf ihn zu machen, unddaß er fortfahren wird, seinen Einfluß im Sinne derMäßigung und der Erhaltung des Friedens geltend zumachen. Er bedauerte, daß der Frieden in der Türkei noch immer nicht geschlossen sei, und daß man erstüber einen Waffenstillstand unterhandele, da es leichtsei, zu einer Einigung zwischen den Mächten zu ge-langen, wenn erst der Friedensschluß vorläge. Mankönne alsdann gewisse Fragen wie die mazedonischeaus den Verhandlungen zwischen den Großmächtenausscheiden und sich auf diejenigen beschränken, dieletztere lediglich interessieren. England stelle die dreivon mir bereits genannten in den Vordergrund: denserbischen Hafen, Albanien und die ägäischen Inseln.
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