Italiener die Besprechung der Angelegenheit nochetwas hinauszuschieben wünschten. Die Skutarifragegibt dem Minister noch immer zu Bedenken Anlaß,doch hofft er, daß zwischen Wien und Petersburg einedirekte Verständigung sich werde erzielen lassen.
Er schlug vor, heute nachmittag die Inseln zu be-sprechen, und meinte, daß hierüber zwischen GrafBenckendorff und und Herrn Veniselos Verhandlun-gen stattfänden. Sir E. Grey sagte, daß, falls Rußland seinen ursprünglichen Standpunkt, wonach die vierdie Dardanellen beherrschenden Inseln nicht an Grie-chenland fallen sollten, aufgebe und sich mit einerNeutralisierung begnüge, auch die britische Regierungsich mit dieser Lösung einverstanden erklären würde.Ich entgegnete, daß wir nur in zweiter Linie ander Frage beteiligt seien und uns daher dem eng-lischen Standpunkt anschließen würden, und werdeheute nachmittag die Ansicht vertreten, daß Auto-nomie aller bisherigen türkischen Inseln, mit Aus-nahme Kretas , etwa unter griechischem Protektoratund Neutralisierung eine annehmbare Lösung er-schiene, falls sie von den übrigen Mächten gewünschtund vorgeschlagen wird. Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 2. 1. 1913
B ei Eröffnung der heutigen Sitzung gab Sir E. Greynamens der versammelten Botschafter, sowie inseinem Namen dem schmerzlichen Bedauern über dasAbleben des Herrn von Kiderlen Ausdruck und batmich, dasselbe nach Berlin zu übermitteln.
Sodann erklärte Graf Benckendorff, als die ägäi-schen Inseln zur Sprache kamen: „Rußland widersetztsich der Vereinigung sämtlicher Inseln des ÄgäischenMeeres mit Griechenland nicht, unter dem Vorbehalt
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