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die Insel Thasos nicht Bulgarien einverleibt werdensollte wegen ihrer Nähe an der Küste, die nach demFriedensschluß bulgarisch werden würde. Sir E. Greyerwiderte, daß Griechen und Bulgaren über diesenPunkt selbst zu einer Einigung kommen müßten. Meinrussischer und französischer Kollege erklärten hier-auf, daß ihre Regierungen nichts gegen eine Ein-verleibung von Thasos in Bulgarien einzuwendenhätten.
Hinsichtlich Kretas erklärte sich E. Grey undmein französischer und russischer Kollege bereit, dieAbtretung der Insel an Griechenland vorzuschlagen.Dem stimmte Marquis Imperiali zu mit der Reserve,daß Italien alsdann erwarte, daß Griechenland seineAnsprüche auf Südalbanien mäßige.
Schließlich wurde mit der Möglichkeit gerechnet,daß die morgige Sitzung der Friedensdelegierten er-gebnislos verlaufe und dieselben sich alsdann viel-leicht genötigt sähen, sich zur Vermittlung in demStreit um Adrianopel an die Vertreter der Groß-mächte zu wenden. Da eine Wiederaufnahme derFeindseligkeiten unter allen Umständen zu verhindernsei, wollten wir die Möglichkeit schaffen, ihre Wünschezu besprechen, und es wurde die nächste Sitzung aufSonnabend vormittag 11 Uhr anberaumt. Nicht un-erwähnt möchte ich noch lassen, daß beschlossenwurde, den neu ernannten rumänischen GesandtenHerrn Misu gelegentlich zur Vernehmung vorzulassen.
Lichnowsky.
S ir E, Grey teilte uns soeben am Schluß der Bot-schafterbesprechung mit, daß, wie er eben erfahre,türkische Delegierte neue Verhandlungen auf Grund-
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