raus in Konstantinopel entstehen könnten, ist es not-wendig, daß die Mächte sich vorbereiten, den Schutzihrer Staatsangehörigen und ihrer Interessen sicher-zustellen, indem sie Kriegsschiffe nach der Bai vonBesika senden, damit diese für jeden 1 Fall zur Handsind.“
Hierauf erklärte Herr Cambon, daß Herr Poincaröetwa folgende Fassung für die Mahnung an die Türkei zum Einlenken wünsche:
„Nehmt Euch in acht, wenn Ihr die Feindselig-keiten wieder aufnehmt, wird die Frage Konstanti-nopels und vielleicht die Kleinasiens aufgerollt wer-den, Um diesen Teil Eures Reiches zu entwickeln,der von jetzt ab Eure einzige Stärke bilden wird,werdet Ihr nicht auf die finanzielle Hilfe Europas zählen können, wenn Ihr durch Euren Widerstandgegen die Ratschläge der Großmächte den Krieg ver-längert.“
Man kam darin überein, daß die Botschafter inKonstantinopel gemeinsam den genauen identischenText vereinbaren sollten.
Es gelangte hierauf die Inselfrage zur Besprechung.Mein österreichisch - ungarischer und mein italie-nischer Kollege vertraten die Ansicht, daß die denDardanellen und der kleinasiatischen Küste vorgela-gerten Inseln der Türkei verbleiben sollten. Sir E.Grey erklärte, die Frage morgen im Kabinett be-sprechen zu wollen. Als seine vorläufige Ansicht gaber zu erkennen, daß England nicht gewillt sei, tür-kische Truppen auf den Inseln wieder zuzulassen unddie Verantwortung für die Folgen zu übernehmen.
Während der Teepause fragte ich Sir E. Grey ver-traulich, weshalb wohl Frankreich für den Anschlußder Inseln an Griechenland eintrete. Er entgegnete,es sei, um den Griechen gefällig zu sein, und aus
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