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1 (1927)
Entstehung
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sichtigung französischer Wünsche in Konstantinopel zwischen Botschaftern vereinbart werden, halte daherWiederaufrollung der ganzen Frage in morgigerSitzung nicht für zweckmäßig.

Punkt drei nach englischer Fassung sollte eine andie Türkei gerichtete Drohung enthalten, nicht abereine grundsätzliche Regelung der Dettefrage den Bal-kanverbündeten gegenüber ins Auge fassen.

Herr Poincare wollte, wie Herr Cambon wieder-holt hervorgehoben, hauptsächlich den Anschein ver-meiden, als wollten wir der Türkei die Aussicht auffinanzielle Unterstützung eröffnen.

Werde, falls sich Gelegenheit bietet, mich ent-sprechend äußern, glaube aber, daß endgültige Fas-sung hier nicht mehr vereinbart wird.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 8. 1. 1913

S ir E. Grey hatte mich soeben zu sich gebeten underzählte mir, er habe gerade eine längere Unter-redung mit Reschid Pascha und Tewfik Pascha gehabt.Er habe den Herren keinen Zweifel über den Emstder Lage gelassen und ihnen vorgehalten, daß sichihre Stellung nur! verschlechtern könne, falls neuekriegerische Mißerfolge einträten.

Die türkischen Vertreter entgegneten, es sei un-möglich nachzugeben, nicht nur aus militärischen, son-dern auch aus innerpolitischen Gründen, Sodann sagteer mir, Herr Babington Smith von der Nationalbankin Konstantinopel sei an ihn mit der Frage heran-getreten, ob es ihm recht sei, wenn die Türkei vondiesem Finanzinstitut Geld erhalte. Die ottomanischeRegierung habe sich außerdem noch an die BanqueOttomane und an die Deutsche Bank gewandt. Erwünschte zu wissen, welche Ratschläge wir der Deut-

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