Druckschrift 
1 (1927)
Entstehung
Seite
318
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sischer Blätter zurückzuführen, während man inFrankreich immer noch glaube, Italien wolle Rhodos annektieren. Er, Sir E. Grey, habe schon vor längererZeit Herrn Cambon erklärt, daß alle Gerüchte überangebliche Absichten Englands auf Syrien vollkommenaus der Luft gegriffen seien. Lichnowsky.

AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 9. 1. 1913

B ei der heutigen Botschafterbesprechung warfHerr Cambon die Frage auf, ob es sich nicht dochempfehlen würde, den Wortlaut der identischen Notefür Konstantinopel hier abzufassen und den betreffen-den Regierungen zu unterbreiten, da nach seiner Er-fahrung ein von den dortigen Botschaftern verein-barter Text nicht dieselbe Wirkung hervorrufenwürde. Wir seien auch besser in der Lage, alle Einzel-heiten festzustellen. Nach längeren Verhandlungeneinigten wir uns dahin, daß Cambon gebeten wurde,einen Text zu entwerfen, den er uns morgen vorlegenwird; ich benutzte die Gelegenheit, um die im ErlaßNr. 14 zu Punkt 2 englischer Vorschläge gemachtenBemerkungen zu verwerten.

Nun gelangt die Frage der Flottenkundgebung zurSprache. Es wurde folgende Erklärung vereinbart:

Die Botschafterversammlung wünscht zu wissen,welche und wieviel Kriegsschiffe die Regierungennach der Besika-Bai schicken wollen und wann siedort ankommen sollen.

England entsendet zwei Schiffe der Vordread-noughtklasse, worunterKönig Eduard VII. ", sie sindaber noch nicht unterwegs. Frankreich ebenfalls zweiSchiffe, welche im Piräus oder sonstwo weiteren Be-fehl erwarten sollen. Österreich-Ungarn ist im Prinzip