Poincarö*) in der Guildhall hin und deutete an, daßdiese Äußerung in gemeinsamem Einverständnis er-folgt sei.
Die Besprechungen mit den französischen Staats-männern hätten sich nicht auf das allgemeine Ge-biet des Friedens beschränkt, sondern sich auch mitder Türkei und deren Zukunft, das heißt mit derkleinasiatischen Frage, befaßt. Es seien hierbei zweiWege als gangbar bezeichnet worden: Entweder dieMächte einigten sich, die Türkei wiederherzustellen,sie finanziell möglichst wenig zu belasten bezw. siefinanziell zu unterstützen und ihr bei der Neuordnungihrer Verwaltung behilflich zu sein, oder aber sie ver-ständigten sich über Interessensphären, was jedochder Anfang vom Ende der Türkei überhaupt seinwürde. Er sei mit Herrn Poincare und Herrn Pichonübereingekommen, daß der erstere Weg der richtigesei, und daß man die Türkei erhalten und wieder-aufrichten müsse (retablir). Von Syrien sei mit keinemWorte die Rede gewesen. Ich benutzte diesen Anlaß,um dem Minister zu versichern, daß auch wir dieseAuffassung teilten und teilen würden, solange wir unsdes Einvernehmens der britischen Regierung ver-gewissern könnten. Alle entgegenstehenden Meinun-gen entsprächen vielleicht privaten oder kaufmänni-schen Interessen, nicht aber den Auffassungen dermaßgebenden Stellen. Die Nachrichten über die Stim-mung in Arabien, Syrien und anderen nichttürkischenLandesteilen böten zwar keine überaus günstigen Aus-sichten, aber wir glaubten, daß es dem Zusammen-wirken aller Mächte gelingen werde, das türkischeReich in seiner heutigen Gestalt am Leben zu erhal-ten. Bei dieser Gelegenheit wiederholte Sir Edward
*) Herr Poincare hatte gesagt, daß die britisch-französischeFreundschaft nichts enthalte, was den Zutritt anderer ausschlösse.
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