und Billigung durch die Mächte unterworfen, die sichzu diesem Zweck verständigen werden.
Die Meinung Sir Edward Greys ruft keinen Ein-wand von seiten der Botschafter hervor, die sie ihrenRegierungen zur Billigung unterbreiten werden.
Sir Edward Grey drückt seine persönliche Mei-mung aus, daß die Mächte sich nicht der von ihnenangenommenen Verpflichtung, die Linie Enos—Midia zurFestsetzung der türkisch -bulgarischen Grenze zu be-stimmen, entziehen können. Die Tatsache des Vor-rückens der türkischen Truppen über diese Liniehinaus rollt eine Frage auf, die Sir Edward Grey demKabinett vorlegen muß, und er wünscht, daß die Bot-schafter sich der Ansichten ihrer Regierungen überdiese Angelegenheit vergewissern." Lichnowsky.
AN DAS AUSWÄRTIGE AMT London , 22. 7. 1913
S ir E. Grey sagte mir heute, nach seinen Nachrichtenschienen die Türken Adrianopel noch immer be-setzt zu haben, und es fehle ihm jeder Anhaltspunktüber die türkischen Absichten. Gegen die Belassungvon Adrianopel an die Türkei sprach der Ministersich von neuem aus und schien nicht ganz unbesorgtzu sein wegen etwaiger russischer Einmischungen. Ermeinte, die Grenze werde wohl jetzt unter Bei-behaltung der Enos—Midia-Endpunkte konkav stattkonvex ausfallen, und niemand werde den Türken dasRecht bestreiten wollen, nunmehr für sich strategischgünstige Punkte zu sichern. Er teilte auch vollkommenmeine Auffassung, daß es sich vorläufig nicht empfehle,einer Flottenkundgebung näherzutreten, schon weilniemand die Verantwortung werde tragen wollen, daßbei der Durchfahrt durch die Dardanellen einigeSchiffe zum Opfer fallen. Man könne versuchen, die
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